
Mit geplanten Testspielen seiner Jugendmannschaft gegen russische Clubs sorgt der Berliner AK für Aufsehen. Wie der Oberliga-Verein bei Instagram ankündigte, wird die U19 im Trainingslager in der Türkei am 28. Januar gegen die Junioren-Auswahl von Spartak Moskau und zwei Tage später gegen das Team von FK Krasnodar antreten.
Für eine Stellungnahme zu den angesichts der politischen Situation um den Angriffskrieg gegen die Ukraine ungewöhnlichen und diskutablen Spielen war der Verein angefragt. Der Berliner Fußball-Verband teilte mit, dass er bislang keine Kenntnisse dieser Test-Begegnungen habe.
Kein Verbot für Spiele gegen russische Teams
Verboten sind sportliche Wettkämpfe mit russischen Mannschaften trotz des Ausschlusses durch den Weltverband FIFA und den europäischen Kontinentalverband UEFA von allen offiziellen Wettbewerben nicht. Dennoch ist die Terminvereinbarung auch nach Unterlagen des BFV ein Novum seit dem Kriegsbeginn vor fast vier Jahren.
Der Berliner Verein reist nach Angaben auf seinem Social-Media-Account mit allen seinen Nachwuchsteams von der U12 bis zur U19 vom 25. Januar bis zum 9. Februar zum Wintertrainingslager in die Türkei. Die Fußball-Junioren werden im Kremlin Palace in Antalya wohnen. Die Türkei und speziell die Mittelmeerküste ist ein beliebtes Ziel für russische Urlauber.
Test gegen Kiew abgesagt
"Neben einer intensiven Trainingswoche stehen für die Nachwuchsteams zudem attraktive internationale Testspiele auf dem Programm", schrieb der Verein. Ursprünglich sei ein Testspiel für die U19, die in der Junioren-Bundesliga spielt, gegen die ukrainische Auswahl von Dynamo Kiew geplant gewesen. Hierfür sei es jedoch zu einer "politisch bedingten kurzfristigen Absage" gekommen, schrieb der BAK auf Instagram, ohne Details zu erläutern.
FIFA und UEFA hatten russische Teams von allen Wettbewerben ausgeschlossen. Formal geschah dies jedoch nicht als Reaktion auf den militärischen Überfall auf die Ukraine, sondern aufgrund der Gefährdung der "Integrität des Wettbewerbs", wie es in der fußball-politischen Sprache heißt.
UEFA-Chef will Lockerungen
Russlands Nationalmannschaft bestreitet auch weiterhin Länderspiele abseits großer Turniere und wird in der offiziellen FIFA-Weltrangliste auf Platz 38 geführt. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hatte den Ausschluss russischer Jugendteams von offiziellen Wettbewerben mehrfach kritisch hinterfragt und Lockerungen angeregt. Der Slowene begründete dies damit, dass die junge russische Generation sonst international dauerhaft isoliert werde.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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