
Springer-Chef Mathias Döpfner und der Berliner Verleger Holger Friedrich diskutieren über die Regeln des Wettbewerbs in der Medienbranche - und sind dabei nicht immer einer Meinung. Bei einer Veranstaltung in einem Berliner Theater lobte Döpfner Friedrichs Initiative, eigene Projekte wie die "Ostdeutsche Allgemeine Zeitung" ("OAZ") zu starten, und sagte: "Sie können die Geschichte erzählen und keiner wird es Ihnen verbieten. Und das ist Wettbewerb und das finde ich wunderbar."
Friedrich widersprach und kritisierte, dass die Regeln im Markt nicht für alle gleich gelten würden. Er sprach davon, dass er in den vergangenen sechseinhalb Jahren als ostdeutscher Verleger von Teilen der Branche anders behandelt und dadurch stigmatisiert worden sei. "Mein komplettes unternehmerisches Ökosystem in Deutschland wurde zerstört", sagte Friedrich. An dieser Stelle gebe es einfach eine Imbalance der Macht.
Döpfner wies darauf hin, dass auch sein Medienhaus immer wieder mit Kritik und Angriffen konfrontiert sei. "Herr Friedrich, wollen wir jetzt in einen Opferwettbewerb treten und mal auszählen, welche Verlagshäuser von den lieben Kollegen mehr angegriffen werden? Sie oder wir?", fragte der Springer-Chef. "Wir haben doch beide jeden Tag unglaublich viel aggressive, negative Energie, mit Unwahrheiten verbunden, mit Diffamierung verbunden."
Ostdeutsche Perspektiven im Fokus
Friedrich brachte Mitte Februar die "OAZ" an den Markt. Die Zeitung erscheint freitags in Print und an den übrigen Tagen digital. Herausgegeben wird sie vom neu gegründeten Ostdeutschen Verlag.
In der Diskussion mit Döpfner erklärte Friedrich, die "OAZ" solle eine Bühne für unterschiedliche Perspektiven sein, die aus Ostdeutschland in den gesamtdeutschen Diskurs eingebracht würden. Döpfner fragte: "Wollen Sie mit diesem Projekt eher zusammenführen, eher Gemeinsamkeiten erkunden und vertiefen oder wollen Sie eher ein Wir-Gefühl erzeugen, das dann auch Abwehr, Anderssein, Rückzug oder vielleicht sogar Kampf bedeutet?" Friedrich antwortete, es gehe vor allem darum, nicht stigmatisiert zu werden. "Insofern ist das der Versuch einer Emanzipation. Die kann kooperativ erfolgen, aber, wenn notwendig, auch konfrontativ", sagte Friedrich.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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