
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat die gewaltsamen Auseinandersetzungen rund um den Champions-League-Triumph von Paris Saint-Germain scharf verurteilt. "Ich will mich nicht daran gewöhnen", sagte Macron bei der Ehrung des Teams im Élysée-Palast.
Dabei kündigte er ein hartes Vorgehen als Reaktion an. "Das ist kein Fußball, das ist kein Sport, das ist nicht, was wir lieben. Wir werden gegenüber denjenigen, die erwischt wurden, kompromisslos sein", sagte Macron der Nachrichtenagentur AP zufolge. "Wir wollen nicht, dass sich dies wiederholt. Es ist vorbei. Wir haben genug. Das muss ein Ende haben."
Innenminister: 57 Polizisten verletzt
Einer Zwischenbilanz von Innenminister Laurent Nuñez zufolge wurden landesweit inzwischen rund 780 Menschen festgenommen, darunter etwa 480 allein in Paris. Zudem wurden 57 Polizisten bei den Einsätzen verletzt. Im Vergleich zu einem ähnlichen Vorjahresevent entspricht dies einem Anstieg von rund 30 Prozent. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Zahlen im Laufe der weiteren Auswertungen noch verändern könnten.
Das Team wurde am Tag nach dem Finalsieg über den FC Arsenal in Budapest nahe des Eiffelturms wieder in Paris empfangen. Zahlreiche Anhänger versammelten sich Berichten zufolge friedlich am Champ de Mars und bejubelten das Team um Kapitän Marquinhos und Trainer Luis Enrique.
Am Abend zuvor kam es in rund 15 Städten zu Zwischenfällen, es gab Plünderungen in Rennes, Straßburg, Clermont-Ferrand und Grenoble. "Es gab feierliche Demonstrationen, die von einer Reihe von Ausschreitungen begleitet waren, was der Situation entspricht, die wir erwartet und daher vorausgesehen hatten. Diese Ausschreitungen sind absolut inakzeptabel", erklärte Nuñez.
Rund 22.000 Polizisten landesweit im Einsatz
Besonders rund um den Prachtboulevard Champs-Élysées, wo sich Tausende Menschen versammelt hatten, war die Lage eskaliert: Vermummte Personen und Einsatzkräfte gerieten mehrfach aneinander, Wurfgeschosse und Tränengas wurden eingesetzt. Auf Videos in den sozialen Medien ist zu sehen, wie Autos brennen, Barrikaden errichtet und Feuerwerkskörper auf Menschen gefeuert werden.
Im Parc des Princes wurde das Spiel aus Budapest per Public Viewing übertragen. Nach Angaben der französischen Medien war das Stadion nahezu vollständig gefüllt und bot Platz für etwa 40.000 Zuschauer. Rund 8.000 Polizisten waren in Paris im Einsatz, landesweit insgesamt 22.000.
Die Szenen erinnerten an die Ausschreitungen nach dem Champions-League-Triumph im Vorjahr. Damals gab es zwei Tote, knapp 200 Verletzte sowie 559 Festnahmen. Die Behörden zählten zudem knapp 700 Brände, insbesondere von Autos. Krawalle am Rande der Feiern gab es besonders in Paris.
474389
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Auch interessant::
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
Fußball News: Brighton-Trainer kritisiert Arsenal scharf: "Eigene Regeln"05.03.2026 - 2
Berlin: Anklage: Tierarzt soll Katze ohne Untersuchung getötet haben23.06.2026 - 3
Transfer News: Kaufoption nicht genutzt: Köln lässt Özkacar ziehen26.05.2026 - 4
WTA Tennis in Madrid Ergebnis: Emiliana Arango überwältigt Talia Gibson22.04.2026 - 5
Helene Fischer: Plötzlich ist alles anders - Schlagerstar kündigt großen Neustart an08.05.2026
Ähnliche Artikel
Mainz/Trier: Wie viele Säuglinge in Babyklappen abgelegt werden17.06.2026
Zum Welttag der Ozeane: Wächter der Meere – Wie türkische Fischer Artenvielfalt retteten02.06.2026
Fußball-WM: FIFA-Boss verteidigt Ticketpreise: Entspannt über Ermittlung10.06.2026
Fußball-WM: Iran-Spiel: Auseinandersetzungen zwischen Ordnern und Fans22.06.2026
WTA Tennis Open delle Puglie Trofeo: Cho/Cho erringt einen klaren Sieg über McAdoo/Sakellaridi04.06.2026
ATP Tennis in Miami Ergebnis: Zachary Svajda gewinnt gegen Colton Smith17.03.2026
Andrea Berg auf Tour 2025/2026: Diese Auftritte dürfen Sie nicht verpassen16.12.2025
Nachrichten am 5. Juni 2026: Die Top-Themen von heute im Nachrichtenüberblick05.06.2026
TV Waltenhofen 1 - TSZ Lindenberg 11 (Handball): Anna Orosz verhilft TSZ Lindenberg 11 zum Auswärtssieg06.07.2026
Weinheim: So sollen Rutschen-Unfälle in Bädern verhindert werden01.06.2026














