
Martin Grasmück ist als Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR) wiedergewählt worden. Der 56-Jährige erhielt in einer Sitzung des Rundfunkrats in Saarbrücken im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit, wie der Vorsitzende des Gremiums, Thomas Jakobs, bekanntgab.
Neben Amtsinhaber Martin Grasmück hatte sich auch Peter Dinges um den Chefposten des öffentlich-rechtlichen Senders beworben. Der 65-Jährige ist Vorstand bei der nationalen Filmförderungsanstalt FFA. Für die Wahl war eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich, für Grasmück stimmten 22 der 24 anwesenden und stimmberechtigten Mitglieder des Rundfunkrats.
Grasmück arbeitete schon zu Studienzeiten bei dem Sender
Die Amtszeit des Intendanten beträgt sechs Jahre, Grasmücks aktuelle Amtszeit endet erst im Frühjahr 2027. Der 56-Jährige war 2021 erstmals zum Intendanten gewählt worden. Er ist im Saarländischen Rundfunk groß geworden, er hat schon zu Studienzeiten als freier Mitarbeiter bei dem Sender angefangen. Vor seiner Wahl zum Intendanten war er stellvertretender Programmdirektor des SR.
Grasmück verwies auf die in Gang gebrachten Reformen in seiner ersten Amtszeit. "Ich habe mich in den vergangenen fünf Jahren nicht zurückgelehnt", sagte er. Dies sei sehr harte Arbeit gewesen. So sei es darum gegangen, Stellen nicht nachzubesetzen und so Personal abzubauen und Ressourcen umzuverteilen. Er werde sich weiterhin mit vollem Einsatz für den SR einbringen, betonte Grasmück. Unter den drei Schlagwörtern "innovativ, zukunftsfest, heimatverbunden" wolle er den SR weiterentwickeln.
Gegenkandidat Dinges stammt aus Saarland
Der 65-jährige Gegenkandidat Dinges ist Jurist und seit mehr als 30 Jahren in verschiedenen Funktionen in der Film- und Fernsehbranche tätig. Seit 2004 steht er an der Spitze der nationalen Filmförderungsanstalt in Berlin. Dinges hatte in seiner Vorstellung für sich als Kandidat mit einem "unverstellten Blick von außen" geworben. "Damit kann ich neue Impulse einbringen", sagte er. Der Intendantenposten sei für ihn kein Karriereschritt. "Das kommt von Herzen." Der SR sei für ihn immer sehr wichtig gewesen, sagte der gebürtige Saarländer.
Eine Wahlkommission hatte die beiden Bewerber ausgewählt, insgesamt waren sechs Bewerbungen eingegangen. Der Saarländische Rundfunk zählt innerhalb des ARD-Verbunds zu den kleinen Sendern. Er beschäftigt rund 600 Festangestellte, hinzu kommen mehr als 200 freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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