
Am nationalen Trauertag für die Brandkatastrophe im Skiort Crans-Montana hat der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin Opferfamilien und Überlebenden sein Beileid und Mitgefühl ausgesprochen. "Wir schulden den Betroffenen, Familien und Angehörigen Respekt, Erinnerung – und die Verpflichtung, alles zu tun, damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt", schreibt er in einem offenen Brief.
Am Nachmittag werden rund 1.000 Angehörige und Spitzenpolitiker bei einer Trauerfeier in Martigny in der Nähe von Crans-Montana erwartet. Auf der Gästeliste stehen unter anderem die Präsidenten Frankreichs und Italiens, Emmanuel Macron und Sergio Mattarella.
In der Silvesternacht wurden bei dem Brand in der Bar "Le Constellation" 40 Menschen getötet. Knapp 120 wurden großteils schwer verletzt. Fast alle Todesopfer waren Teenager und junge Erwachsene - die jüngsten waren erst 14 Jahre alt.
Bei dem Feuer wurden neben vielen Schweizern auch Dutzende Menschen aus den Nachbarländern Frankreich und Italien getötet und verletzt. Die Brandverletzten werden in mehreren europäischen Ländern behandelt, darunter auch elf in Deutschland, wie es von der deutschen Botschaft in Bern hieß. Parmelin bedankte sich in seinem Brief für die internationale Solidarität.
Brandschutz im Fokus der Ermittlungen
Die Justiz untersuche, inwiefern Sicherheitsbestimmungen in der Bar missachtet wurden, und werde die Konsequenzen daraus ziehen, schrieb Parmelin in dem Brief, der zuerst in der "Schweizer Illustrierten" veröffentlicht wurde. "Das sind wir den Opfern und ihren Angehörigen schuldig."
Ermittler gehen davon aus, dass eine funkensprühende Partyfontäne eine Schaumstoff-Verkleidung an der Decke der Bar in Brand setzte. Der Mann und die Frau, die das Lokal betrieben hatten, würden am Freitag erstmals formell als Beschuldigte befragt, teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.
Das Paar sei jedoch auch schon zuvor befragt worden, hieß es. Sie stehen laut der Staatsanwaltschaft unter Verdacht der fahrlässigen Tötung, fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Verursachung einer Feuersbrunst.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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