
Die Dauer dieses Polizeieinsatzes hängt vom Erfolg der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ab: Ein Polizist aus Nordrhein-Westfalen wird im WM-Lagezentrum in den USA als Verbindungsbeamter der deutschen Polizei tätig sein, teilte das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW mit. Polizeioberrat Mika Stalleicken habe sich auf den Weg zum International Police Cooperation Center nach Leesburg im US-Bundesstaat Virginia gemacht.
Kurzer Draht nach Duisburg
Stalleicken sei nicht auf sich allein gestellt. Er könne auf ein Team von Polizisten in Duisburg zählen. Sie gehörten ebenfalls zur Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze und bewerteten schnellstmöglich eingehende Informationen. Auch eine Vertreterin des Bundeskriminalamtes sei im International Police Cooperation Center in den USA eingesetzt. Polizisten aus den WM-Ländern sollen Gewalttaten und Störungen rund um das Turnier verhindern helfen.
"Unser Verbindungsbeamter vor Ort hält den Draht nach Duisburg, tauscht Infos schnell aus und sorgt dafür, dass Risiken früh gesehen und Störer rechtzeitig gestoppt werden", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU).
"Damit zeigen wir auch den Gastgebern: Auf die deutsche Polizei ist Verlass, wenn es um die Sicherheit unserer Fans im Ausland geht", fügte Reul hinzu. So kann die WM nach seinen Worten "für die Menschen das sein, was sie sein soll: ein friedliches Fußballfest, mit Spannung auf dem Platz, nicht daneben".
Abreisetermin offen
Wie lange der Einsatz in den USA dauert, hängt vom Erfolg der deutschen Nationalmannschaft ab. Schon bei der WM in Katar endete mit dem Ausscheiden der Mannschaft nach der Vorrunde und der Abreise der Fans das Turnier auch für die deutsche Polizei. Stalleicken könne sich für die Rückkehr gern bis nach dem Finale am 19. Juli Zeit lassen, sagte der Direktor des Landesamtes, Markus Hattwig. Eine frühere Rückkehr würde ein vorzeitiges Ausscheiden des Teams bedeuten.
Ein International Police Cooperation Center gab es während der Fußball-EM 2024 auch in Deutschland. In diesem EM-Lagezentrum in Neuss bei Düsseldorf kamen über 300 Polizistinnen und Polizisten vom Bund, aus den Bundesländern sowie den 24 beteiligten Teilnehmerländern vier Wochen lang zusammen.
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