
In dieser Woche können die Temperaturen in Nordrhein-Westfalen auf bis zu 40 Grad steigen - das ist nicht nur für Menschen anstrengend, sondern auch für Tiere. "Säugetieren geht es genauso wie uns, sie brauchen auch vermehrt Flüssigkeit", sagt Birgit Königs, Pressesprecherin des Naturschutzbundes (Nabu) NRW. Doch gerade in städtischen Gegenden gebe es zurzeit nicht genug Wasserstellen für Wildtiere.
Tränken mit Wasser können helfen
Wer einen Balkon oder Garten hat, könne etwa Tränken bauen, sagt Königs. Daraus können Tiere nicht nur trinken - unter anderem Vögel würden solche Wasserstellen auch gerne nutzen, um zu baden. Dafür solle man Wasser in flache Behälter füllen, in denen Tiere nicht ertrinken können. Ein Rand - wie zum Beispiel bei einem Suppenteller - und ein Stein oder Ast im Wasser helfe kleinen Tieren, sich festzuhalten. Laura Schwarz, Tierärztin in Bonn, rät zudem: Eiswürfel im Wasser könnten die Tränke zwischenzeitlich abkühlen.
"Wichtig ist vor allem, dass man die Hygieneregeln einhält", so Nabu-Expertin Königs. Das Wasser müsse regelmäßig gewechselt, die Tränke mit heißem Wasser ausgewaschen werden. Wer möchte, könne auch ein mildes Geschirr-Spülmittel verwenden. Ohne eine regelmäßige Reinigung könnten ansonsten Keime weitergegeben werden. Außerdem sei es ratsam, Tränken erhöht, zum Beispiel in Bäumen, zu platzieren, sagt Königs. Auf Bodenniveau lauerten nämlich mehrere Gefahren, wie zum Beispiel Katzen.
Ansonsten empfiehlt Königs, Hecken bestenfalls bis zum August nicht zu schneiden, denn sie spendeten Schatten und Ruheplätze für die Tiere. Wildwiesen und blühende Flächen sollten laut Schwarz gemieden und Hunde angeleint werden. So lasse sich vermeiden, Wildtiere noch zusätzlich zu stressen.
Was tun, wenn ein Tier hilflos aussieht?
Wer ein scheinbar hilfloses oder dehydriertes Tier findet, sollte es erst mal nicht anfassen, sondern Wasser anbieten, sagt Schwarz. "Gerade bei Jungtieren: Abwarten. Die Eltern kümmern sich meistens - aber nicht, wenn eine Horde Menschen drumherum steht", so die Tierärztin. Wenn das Tier jedoch verletzt scheine, könne man den örtlichen Tiernotruf hinzuziehen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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