
Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Studenten in Trier ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des Totschlags gegen einen festgenommenen Tatverdächtigen. Den Ermittlungen zufolge habe der Beschuldigte dem 22-Jährigen am Mittwochmorgen aus bisher unbekannten Gründen auf offener Straße mit einem Küchenmesser mindestens zweimal in den Oberkörper gestochen, teilte die Polizei der Moselstadt mit. Das Opfer sei trotz sofortiger Reanimation in einem Krankenhaus gestorben.
Beschuldigter hat Tat eingeräumt
Bei dem Beschuldigten handele es sich um einen 22-jährigen Afghanen, der seit mehreren Jahren in Trier lebe und zuletzt in der Nähe des Tatorts gewohnt habe. Täter und Opfer kannten sich demnach nicht. "Es dürfte sich um eine zufällige Begegnung gehandelt haben", teilte die Polizei mit. Der Beschuldigte habe die Tat eingeräumt, jedoch sonst keine Angaben zur Sache gemacht.
Das Amtsgericht Trier habe die einstweilige Unterbringung des Mannes in der geschlossenen forensischen Psychiatrie angeordnet. Den Ermittlungen zufolge leidet er an einer psychischen Erkrankung, wegen der er in jüngerer Zeit in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung gewesen sei. "Es bestehen daher Anhaltspunkte dafür, dass die Schuldfähigkeit des Beschuldigten bei Begehung der Tat beeinträchtigt war." Klarheit soll ein Gutachten bringen.
Gedenken auch am Tatort
Der Student war demnach auf dem Rückweg von einem Lebensmittelmarkt. Der Beschuldigte entfernte sich nach Angaben der Polizei vom Tatort und wurde wenig später in der näheren Umgebung vorläufig festgenommen.
In Trauer vereint gedachten zahlreiche Menschen in Trier am Donnerstag mit einer Schweigeminute dem getöteten Studenten. Auf der sogenannten Forumsplatte der Universität folgten etwa 1.000 Menschen einem Aufruf und kamen um 12.00 Uhr zusammen. Auch ein Kondolenzbuch war ausgelegt, unter anderem trug sich Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) ein. An der Stelle, an der sich die Tat ereignet hatte, waren Blumen und Kerzen zu sehen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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