
In roter Flammenrobe hat sich Sarah Engels für Deutschland ins ESC-Abenteuer gestürzt. Zur Eröffnung des 70. Eurovision Song Contests schritt sie in dem auffälligen Kleid, in dem das Gehen nicht einfach war, über den 200 Meter langen Teppich vom Burgtheater zum Wiener Rathaus. Es sei "nicht ganz so gemütlich, wie es aussieht", bekannte die 33-Jährige im ORF-Interview über ihr Kleid - das die modische Ergänzung ihres Songs "Fire" sein sollte.
Israels Sänger gab sich ganz entspannt
Gefeiert von mehreren Tausend Fans präsentierten sich die Sänger und Sängerinnen aus 35 Nationen in einer etwa zweistündigen Zeremonie. Mit Spannung war die Reaktion des Publikums auf den israelischen Sänger Noam Bettan erwartet worden. Die Teilnahme Israels war im Vorfeld kontrovers diskutiert worden. Aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen boykottieren fünf Nationen den ESC.
Der 28 Jahre alte Sänger, der mit dem mehrsprachigen Song "Michelle" in den Wettbewerb geht, wurde freundlich empfangen. Gut gelaunt schüttelte er die Hände der Fans. Er habe die Zeit seines Lebens und forderte alle auf: "Lasst uns Spaß haben."
Polizei schwer bewaffnet
Aufgrund der brisanten internationalen Lage gelten für den ESC strenge Sicherheitsmaßnahmen. Zu den Shows in der Stadthalle dürfen keine Taschen mitgebracht werden. Zahlreiche Überwachungskameras wurden montiert. Das Gelände der Eröffnungsshow wurde von schwer bewaffneten Beamten bewacht. Die Polizei ist in der ESC-Woche täglich mit mehreren Hundert Beamten im Einsatz. Am Finaltag wird die wohl größte propalästinensische Demonstration stattfinden.
Engels arbeitet an einer Überraschung
Die ESC-Wettbewerbe beginnen am Dienstag mit dem ersten Halbfinale. In dieser Runde tritt auch Israel an. Engels will das Halbfinale zu einer "Überraschung" nutzen, wie der SWR als betreuender Sender erklärte. "Daran arbeitet sie gerade", hieß es. In der Fangemeinde wird darüber spekuliert, ob der Song "Fire" mit einem Piano-Intro aufgewertet wird.
Nach dem Sieg des Countertenors JJ in Basel ist Wien zum dritten Mal Ort des Musik-Spektakels. Diesmal schickt Österreich den 19 Jahre alten Sänger Cosmó mit dem Song "Tanzschein" ins Rennen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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