
Angesichts einer neuen Hitzewelle mit großer Trockenheit und Wind setzt die Feuerwehr in dem Waldbrandgebiet an der französischen Atlantikküste alles daran, eine erneute Ausbreitung der Feuer zu verhindern.
Die Sorge der Einsatzkräfte ist, dass bei erwarteten Temperaturen von bis zu 41 Grad und einer sinkenden Luftfeuchtigkeit Windstöße mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 Kilometern die Flammen wieder unkontrolliert anfachen und in das Gelände treiben, teilte die Präfektur in Bordeaux mit. Ab Donnerstag werden dann Unwetter erwartet.
In der Nacht und am Morgen seien die Einsatzkräfte gegen Brandherde vorgegangen, die in dem von dem Feuer bereits zuvor betroffenen Gelände aufflammten, teilten die Präfektur und die Feuerwehr mit. Neue Brände gab es demnach in drei Bereichen, etwa nahe dem militärisch sensiblen Armeestützpunkt Souge in der Nähe von Bordeaux.
Feuerwehr schützt Militärstützpunkt
Zeitweise waren die Flammen bis auf wenige hundert Meter an den Truppenübungsplatz herangerückt, wo die Armee aber bereits vorsorglich Schneisen in das Gelände gezogen hatte.
Der 20 Kilometer von Bordeaux entfernte Stützpunkt Souge beherbergt ein Fallschirmspringer-Regiment mit 1.000 Soldaten, von denen einige den Spezialeinheiten angehören. Im Umkreis sind weitere Rüstungsunternehmen angesiedelt.
Rund 2.200 Feuerwehrleute sind weiterhin mit der Bekämpfung der Brände beschäftigt, die 42.000 Hektar Fläche (420 Quadratkilometer, eine Fläche so groß wie der Stadtstaat Bremen) in Mitleidenschaft gezogen haben.
Inzwischen wurden nach Angaben der Präfektur 126 Wehrleute verletzt. Von den ursprünglich evakuierten 224.000 Menschen in der Region, darunter zahlreiche Touristen, konnten am Dienstagabend zahlreiche wieder nach Hause zurückkehren. Die Präfektur erlaubte den Bewohnern von drei vorsorglich evakuierten Orten, die von dem Feuer aber verschont blieben, die Rückkehr. Medienberichten zufolge handelt es sich insgesamt um etwa 57.000 Menschen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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