
Tennisstar Aryna Sabalenka hat tief betrübt auf ihr überraschendes Viertelfinal-Aus bei den French Open reagiert und dabei sogar Rücktrittsgedanken geäußert. Sie habe gerade "keine Gedanken, keine Gefühle", sagte die Weltranglistenerste aus Belarus bei der Pressekonferenz: "Ich will am liebsten sofort mit Tennis aufhören, aber mal sehen. In ein paar Tagen sehen wir weiter. Hoffentlich finde ich mental wieder zu mir."
"Mental in ein richtig tiefes Loch gefallen"
Sabalenka hatte kurz zuvor überraschend mit 6:3, 5:7, 0:6 gegen die Russin Diana Schnaider verloren - und das bei einer 5:3-Führung im zweiten Satz. Danach zeigte sie eine desolate Leistung. "Ich glaube, ich bin mental in ein richtig tiefes Loch gefallen und habe es einfach nicht mehr geschafft, mich wieder zu fangen", sagte die Topfavoritin des Grand-Slam-Turniers auf Sand.
Auf dem Platz hatte Sabalenka im dritten Satz völlig entnervt gewirkt und ihren Frust immer wieder rausgeschrien. "Ich muss das Ganze wirklich mal gelassener angehen und versuchen, eine Lösung zu finden", sagte die für ihre vielen Emotionen bekannte Sportlerin. Sie sei es "einfach leid, Spiele auf so eine unvorteilhafte Art und Weise zu verlieren, nur weil ich zu emotional war".
Dass beim Stadion Philippe Chatrier trotz des starken Windes das Dach nicht geschlossen wurde, konnte Sabalenka nicht verstehen. Aber als Ausrede wollte sie es nicht verwenden. "Aber wie kann ich mich beschweren, wenn fast das ganze Spiel über alles super lief und dann plötzlich alles schiefging", sagte die 28-Jährige.
Hilft ein "Rage Room"?
Am Ende der Pressekonferenz fand Sabalenka ihren Humor wieder. Was sie gegen ihren Frust machen werde, wurde die viermalige Grand-Slam-Turniergewinnerin gefragt. "Kennst ihr diese Räume, in die man einfach reingeht und alles kurz und klein schlägt? Wahrscheinlich werde ich morgen den ganzen Tag dort verbringen und Sachen zerstören", antwortete Sabalenka lächelnd: "Vielleicht hilft es, vielleicht auch nicht."
Durch Sabalenkas Aus ist klar, dass es bei den Frauen einen neuen Grand-Slam-Champion geben wird. Schnaider trifft im Halbfinale am Donnerstag auf die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska. Außerdem spielen die Ukrainerin Marta Kostjuk und die Russin Mirra Andrejewa ums Finalticket.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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