
Unter Tränen hat Eva Lys ihren Einbruch bei der Zweitrunden-Niederlage bei den French Open mit körperlichen Problemen erklärt. "Ich habe durch mein Rheuma immer wieder einfach Rückenprobleme, die ich auch die letzten Wochen ein bisschen mitgeschleppt habe. Und es gibt einfach Tage, an denen es einfach nicht geht", sagte die deutsche Tennisspielerin nach dem 3:6, 0:6 gegen die Rumänin Sorana Cirstea.
Bei Temperaturen von über 30 Grad in Paris hatte die 24-Jährige im ersten Satz mit 3:1 geführt und dann kein einziges Spiel mehr gewonnen. "Im ersten Satz bei 3:2 bin ich zu einem kurzen Ball gelaufen - und da hat es mir echt reingezogen", erzählte die Hamburgerin, die sich bei der Pressekonferenz einige Male mit einem Taschentuch die Tränen aus den Augen wischen musste: "Ich war heute leider an meinem Limit."
Sie wolle die Krankheit aber "nicht als Ausrede" sehen, "und ohne jetzt böse zu klingen: Ich brauche kein Mitleid." Doch das Verpassen der dritten Runde in Roland Garros tue ihr trotzdem weh. "Gerade bei großen Turnieren ist es halt scheiße."
Lys hat rheumatische Autoimmunerkrankung
Sie müsse da nun durch, "das ist eine Sache, mit der ich zu tun habe. Ich weiß, wie ich damit umgehe und wie ich da rauskomme." Auf die Nachfrage, was sie glaube, wie die nächsten Tage werden, antwortete Lys: "Das weiß ich nicht."
Lys hatte 2024 ihre rheumatische Autoimmunerkrankung öffentlich gemacht. An normalen Tagen könne sie wie jede andere Spielerin auch an ihre körperlichen Grenzen gehen, es gebe aber auch Tage, bei denen dies nicht geht.
Aufgabe war kein Thema
Eine Aufgabe während des Matches kam für die Australian-Open-Achtelfinalistin des Vorjahres aber nicht infrage. "Ich gebe sehr ungern auf, und ich habe gehofft, dass es in irgendeiner Weise besser wird", sagte sie: "Manchmal kann ich mich da ganz gut durchkämpfen, aber heute hat es leider nicht geklappt." Lys war zu Beginn des Jahres wochenlang wegen einer Knieverletzung ausgefallen.
Damit ist von den in diesem Jahr in Roland Garros gestarteten deutschen Einzelspielerinnen nur noch Tamara Korpatsch im Rennen. Korpatsch (31) besiegte die Chinesin Wang Xinyu mit 6:2, 2:6, 6:3. Nächste Gegnerin der Hamburgerin ist die an Nummer sieben gesetzte Ukrainerin Jelina Switolina.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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