
RB Leipzig hat nach Angaben von AfD-Chef Tino Chrupalla über einen Dritten gebuchte VIP-Tickets für ihn und mehrere sächsische Unternehmer für das Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern am Samstag storniert. Auf Nachfragen dazu teilte der Verein mit: "Wir bitten um Verständnis, dass wir aus Datenschutzgründen keine Angaben zu einzelnen Ticketbuchungen machen können." Ergänzend hieß es weiter, Chrupalla habe weder jetzt noch in den vergangenen Jahren einmal auch nur ein Ticket bei RB bestellt.
Chrupalla: VIP-Karten als Geburtstagsgeschenk
Der AfD-Chef hatte nach eigenen Angaben die Tickets nicht selbst geordert. Ein ihm bekannter Spielerberater habe im Dezember zwölf Karten und einen VIP-Raum auf der Gegentribüne im Leipziger Stadion organisiert, als Geburtstagsgeschenk Chrupallas für einen befreundeten Unternehmer. Die Tickets seien ihm schließlich von dem Bekannten am 10. Januar übermittelt worden, er habe sich diese in der RB-App aufs Handy geladen. Eine Rechnung für die Tickets und Handy-Screenshots konnte dpa einsehen.
Das Bundeskriminalamt, dessen Personenschützer den AfD-Chef in der Öffentlichkeit begleiten, habe sich wie üblich beim Verein nach den örtlichen Gegebenheiten erkundigt. Der Verein bestätigte das auf Nachfrage nicht und verwies bei Fragen zum Bundeskriminalamt an die Behörde.
"Dann kam sofort die Stornierung", sagte Chrupalla. Die Tickets seien entsprechend auch aus der Handy-App verschwunden. Er sprach von einem Skandal.
Fehler wegen Überbuchung?
Dem AfD-Chef zufolge bekam der Organisator der Tickets eine Nachricht vom Verein, in der von einer "ärgerlichen Doppelbuchung" die Rede ist. Die zwölf erworbenen VIP-Karten müssten rückabgewickelt werden.
Von RB hieß es zusätzlich zum Hinweis, dass man sich aus Datenschutzgründen nicht zu einzelnen Buchungen äußere, nur allgemein: "Grundsätzlich kann es bei besonders stark nachgefragten Heimspielen – wie dem am kommenden Wochenende gegen den FC Bayern – in unseren VIP-Bereichen zu Überbuchungen und damit Stornierungen kommen." Bei mehr als einer Million Besucher pro Saison ließen sich Fehler im Ticketing-System, die entsprechend der Allgemeinen Geschäftsbedingungen umgehend korrigiert würden, nicht gänzlich vermeiden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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