
Oliver Glasner muss nach seiner Wutrede gegen den eigenen Verein englischen Berichten zufolge mit dem vorzeitigen Aus als Trainer von Crystal Palace rechnen. Die Kommentare des 51 Jahre alten ehemaligen Bundesliga-Coaches hätten die Führungsriege des Vereins verärgert, hieß es unter anderem im "Guardian".
"Palace erwägt, seinen Trainer zu entlassen, nachdem sich dieser öffentlich darüber geäußert hatte, dass der Vorstand ihn und seine Spieler im Stich gelassen habe", schrieb die "Daily Mail". Glasner hatte jüngst bekanntgegeben, dass er seinen Vertrag nicht verlängern werde. Gültig ist dieser noch bis zum Ende dieser Saison.
Glasner-Abrechnung: Wenn dein Herz zweimal herausgerissen wird
Der Österreicher hatte es bei dieser Ankündigung allerdings nicht belassen, sondern in bemerkenswerter Weise danach öffentlich mit der Vereinsführung abgerechnet. Auslöser war der geplante Transfer von Leistungsträger Marc Guehi zu Manchester City vor dem Premier-League-Spiel gegen den AFC Sunderland.
"Unseren Kapitän einen Tag vor einem Spiel zu verkaufen, da habe ich überhaupt kein Verständnis für", hatte Glasner unter anderem gesagt: "Wenn dein Herz dir zweimal in einem Jahr herausgerissen wird, zuerst mit Eze, einen Tag vor einem Spiel im Sommer, und mit deinem Kapitän einen Tag vor einem Spiel - das kann ich nicht verstehen."
Er spielte dabei auf den Wechsel von Eberechi Eze im August vergangenen Jahres zum FC Arsenal an. Er sei seit über 30 Jahren im Fußball aktiv, so etwas habe er noch nie erlebt. "Wir fühlen uns im Stich gelassen", betonte Glasner: "Keine Unterstützung."
Zeit der Glückseligkeit und Titel vorbei
Von der einstigen Euphorie und Glückseligkeit ist nichts mehr übriggeblieben. Glasner, einst Trainer in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg und bei Eintracht Frankfurt, hatte die Mannschaft im Februar 2024 übernommen und dann zu den größten Vereinserfolgen geführt. Crystal Palace hatte den englischen Pokal gewonnen und das sogenannte Community Shield, den englischen Supercup.
Seit Wochen aber läuft es sportlich auch schon nicht mehr, den bis dato letzten Sieg schaffte der Londoner Club am 11. Dezember mit einem 3:0 in der Conference League beim FC Shelbourne aus Irland. Nach dem 1:2 gegen Sunderland am Samstag betonte Glasner bei seiner Analyse, dass es offensichtlich nichts bringe, solche Sachen hinter verschlossene Türen anzusprechen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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