
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat große Bedenken wegen der Austragung der Fußball-WM in den USA. Das Land sei "nicht der richtige Gastgeber in einer Zeit, wo die Rechte von Arbeiter, Sportler, Fans und Communitys, die die WM erst möglich machen, eingeschränkt werden", sagte Direktorin Minky Worden in einem Interview im Deutschlandfunk.
Die Lage der Menschenrechte bewege sich in den USA in eine völlig falsche Richtung, um ein internationales Event auszutragen, meinte sie. "Wenn Donald Trump nicht erlaubt, dass Fans oder sogar Spieler zur WM anreisen, muss die FIFA überprüfen, ob es noch möglich ist, die WM weiter in den USA ausrichten zu können."
Worden lehnt Iran-Ausschluss ab
Einen Ausschluss des Iran lehnte Worden ab, auch wenn der Sport in dem Land seit Jahrzehnten politisiert werde. US-Präsident Trump hatte erklärt, dass es aufgrund von Sicherheitsrisiken nicht angemessen sei, dass der Iran an der WM vom 11. Juni bis 19. Juli teilnehme.
Der iranische Verband konterte, dass der Weltverband FIFA die Entscheidungen treffe. Zudem schlug der Iran vor, die WM-Spiele seiner Elf in Mexiko statt in den USA auszutragen. Die Vereinigten Staaten und Israel greifen den Iran seit Ende Februar an. Das Land führt Gegenschläge aus.
FIFA soll sich für Irans Fußballerinnen einsetzen
Worden warb auch um Unterstützung für das iranische Frauen-Nationalteam. "Iran ist eines der Länder, das dich auch außerhalb der eigenen Grenzen aufspürt. Die FIFA muss sich jetzt dafür einsetzen, dass es keine Vergeltungsaktionen gibt. Weder gegen die Spielerinnen, die zurück in den Iran gereist sind, noch gegen die Spielerinnen und ihre Familien, die emigrieren konnten."
Das Schicksal des iranischen Teams hatte in der vergangenen Woche für großen Wirbel gesorgt. Die Auswahl war wegen eines stillen Protests beim in Australien ausgetragenen Asien Cup in der Heimat in die Kritik geraten. Beobachter befürchten, dass den Frauen im Iran schlimme Konsequenzen drohen könnten.
Fünf der sieben Teammitglieder, denen die australische Regierung nach dem Asien Cup humanitäre Visa gewährt hatte, haben ihre Asylgesuche wieder zurückgezogen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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