
Nur einen Tag nach seinem Rücktritt als Rumäniens Fußball-Nationaltrainer hat sich der Gesundheitszustand von Mircea Lucescu rapide verschlechtert. Wie rumänische Medien unter Berufung auf eine Mitteilung des Universitätskrankenhauses in Bukarest berichten, hat der 80-Jährige vor seiner geplanten Entlassung am Karfreitag einen Herzinfarkt erlitten.
"Am Morgen erlitt der Patient einen akuten Herzinfarkt. Er wurde in die Notaufnahme gebracht und erhielt umgehend die notwendigen medizinischen und therapeutischen Maßnahmen gemäß den geltenden Protokollen. Sein Zustand ist derzeit stabil und er wird sorgfältig von Spezialisten überwacht", zitierte die Zeitung "Libertatea" aus der Klinikmitteilung.
Der Patient befinde sich in der kardiologischen Abteilung und werde dort angemessen medizinisch versorgt. "Sein Zustand ist stabil, er ist bei Bewusstsein und kooperiert mit dem medizinischen Personal", zitierte die Zeitung "Adevarul" den Direktor des Klinikums, Catalin Cirstoiu.
Lucescu befindet sich seit vergangenen Sonntag stationär im Universitätsklinikum, nachdem er bei einem Training zusammengebrochen war. Im Krankenhaus waren schwere Herzrhythmusstörungen diagnostiziert worden. Laut "Libertatea" ist ihm am vorigen Dienstag ein Herzschrittmacher eingesetzt worden.
Beratung über möglichen Nachfolger
Erst am Donnerstag hatte der rumänische Fußballverband (FRF) mitgeteilt, dass Lucescu sein Amt als Nationaltrainer abgibt. Allerdings war der Vertrag ohnehin am 31. März ausgelaufen. Als Nachfolger sind unter anderem der frühere Weltklassespieler Gheorghe Hagi und Ex-Auswahltrainer Edward Iordanescu im Gespräch. Entsprechende Vorschläge sollen am kommenden Mittwoch dem FRF-Exekutivkomitee vorgelegt werden, teilte der Verband mit.
Mit seinem Rücktritt hatte Lucescu zuvor seine zweite Amtszeit als Rumäniens Auswahlcoach beendet. Er hatte schon von 1981 bis 1986 die rumänische Nationalmannschaft trainiert und sie 1984 zur EM geführt. Danach folgten Stationen als Trainer bei Inter Mailand, Galatasaray Istanbul, Schachtjor Donezk, Besiktas Istanbul, Zenit St. Petersburg und Dynamo Kiew. Im Sommer 2024 hatte er erneut die Nationalmannschaft übernommen. Unter seiner Leitung gelangen elf Siege und ein Unentschieden bei sechs Niederlagen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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