
Der britische Premierminister Andy Burnham hat sich offen für die Ablösung von FIFA-Präsident Gianni Infantino ausgesprochen. Der Schweizer sei "der falsche Mann" an der Spitze des Fußball-Weltverbandes, sagte der neue Regierungschef nach den jüngsten Entwicklungen rund um die Investorenpläne der FIFA.
Burnham bekräftigte seine Kritik, die er bereits direkt nach dem Bekanntwerden der Pläne geäußert hatte. "Das war ein empörender Vorschlag", sagte Burnham. Diesen überhaupt voranzutreiben, zeige aus seiner Sicht, dass Infantino der falsche Mann sei, um den Weltverband zu führen.
Burnham: "Die WM ist kein Produkt"
Zuvor hatte Burnham in einem Instagram-Video bereits gesagt, der Fußball gehöre nicht den Investoren. "Er gehört den Menschen, die die Tribünen füllen, die an den Seitenlinien stehen, Woche für Woche, bei Regen und bei Sonne. Die WM ist kein Produkt."
Der Widerstand gegen die Pläne ist mittlerweile enorm. Die Europäische Fußball-Union hat mit einem Boykott der FIFA-Wettbewerbe durch ihre 55 Mitgliedsverbände gedroht. Der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Kontinentalverband Concacaf und der asiatische Dachverband AFC sind deutlich auf Distanz zu Infantino gegangen. Carlos Cordeiro, ein hochrangiger Berater des FIFA-Chefs, trat aus Protest gegen das Vorhaben zurück.
Mehrheit für die Pläne inzwischen fraglich
Nach Angaben der FIFA sollen private Geldgeber rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen FFE erwerben können, dessen Wert zunächst auf insgesamt 20 Milliarden Dollar festgelegt ist. Im FFE werden die kommerziellen Rechte an den FIFA-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Club-WM gebündelt.
Die FIFA würde Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens bleiben und hätte nach eigenen Angaben auch weiter die Kontrolle über den Spielkalender und alle Fragen des Regelwerks. Alle 211 FIFA-Mitgliedsverbände sollen ebenfalls kleinere Anteile an dem Unternehmen erhalten, die entweder behalten oder verkauft werden könnten. Derzeit ist allerdings fraglich, ob sich eine Mehrheit der Verbände für die Pläne aussprechen würde.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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