Fußball-WM: Helmer kritisiert Nagelsmann: "Mehr als unglücklich"
13.06.2026
Fußball-WM: Helmer kritisiert Nagelsmann: "Mehr als unglücklich"

Der frühere Fußball-Europameister Thomas Helmer hat Bundestrainer Julian Nagelsmann für mehrere jüngere Entscheidungen und deren öffentliche Kommunikation kritisiert. Zwar halte er große Stücke auf den Coach, sagte der 61-Jährige im "t-online"-Podcast "Tagesanbruch". Zugleich sieht Helmer jedoch Fehlentwicklungen im Umgang mit Personalfragen rund um die Nationalmannschaft.

"Ich schätze Julian, ich glaube, er ist wirklich ein hervorragender Fachmann", sagte Helmer vor dem WM-Auftakt der deutschen Mannschaft am Sonntag gegen Curaçao. Nagelsmann habe nach Helmers Ansicht zuletzt aber einige Schritte gemacht, "die einfach nicht gut waren".

Kritik äußerte der Europameister von 1996 an der Kommunikation rund um die Rückkehr von Torhüter Manuel Neuer. "Grundsätzlich ist es natürlich eine kluge Entscheidung, wenn Manuel Neuer fit ist und gesund ist", sagte Helmer. Den Zeitpunkt der Bekanntgabe bezeichnete er jedoch als "mehr als unglücklich".

Mitgefühl für Baumann, Neuer im Fokus

Mitgefühl zeigte der Ex-Profi für Oliver Baumann, der nach seiner zwischenzeitlichen Rolle als Nummer eins wieder hinter Neuer zurücktreten musste. "Oliver Baumann möchte keiner von uns sein in den letzten Wochen und Tagen", sagte Helmer.

Umso bemerkenswerter sei es gewesen, dass der Torhüter auch in den Testspielen starke Leistungen gezeigt habe, als er den verletzten Neuer vertrat. "Da muss man ein Riesenkompliment aussprechen. Das spricht absolut für ihn", so Helmer weiter. Neuer stehe nun unter besonderer Beobachtung, findet der heutige Moderator. "Er hat relativ viel zu verlieren."

Zudem gefiel Helmer Nagelsmanns Umgang mit Deniz Undav nicht. Die öffentliche Debatte findet er "nach wie vor nicht in Ordnung", sagte er. Das Vorgehen sei "ein bisschen respektlos gegenüber dem Spieler". Nagelsmann hatte Undav Ende März nach dem Testspiel gegen Ghana zunächst die Qualität für die Startelf abgesprochen und diese Aussagen später öffentlich bereut.

Insgesamt ergäbe sich Helmer zufolge auch unter Berücksichtigung der Rolle von DFB-Sportdirektor Rudi Völler ein Bild, bei dem derzeit "ein Rädchen aneinander" greife, das "in die falsche Richtung geht".

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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