
DFB-Kapitän Joshua Kimmich hat in der Diskussion um Auftreten und Spielweise von Antonio Rüdiger Partei für seinen Teamkollegen bei der Fußball-Nationalmannschaft ergriffen. "Ich habe manchmal das Gefühl, wir in Deutschland vergessen, was der Toni die letzten drei, vier Jahre abgeliefert hat", sagte Kimmich vor den WM-Testspielen in der Schweiz und gegen Ghana.
Rüdiger sei "bei Real Madrid unumstrittener Stammspieler, der ist jedes Jahr Champions-League-Viertelfinale, Halbfinale. Davon haben wir nicht viele Spieler, wenn wir mal ganz ehrlich sein sollen, bei uns im Kader", sagte Kimmich zu den sportlichen Meriten des Innenverteidigers.
Rüdiger hatte sich zuletzt erneut Kritik erwehren müssen. Gegenspieler Diego Rico vom FC Getafe warf dem 33-Jährigen vor, er habe ihn mit einem Foul im Ligaspiel absichtlich schwer verletzen wollen. Dieser Vorwurf wurde von dem deutschen Top-Verteidiger vehement bestritten. Unterstützung bekam Rüdiger bereits von Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Nagelsmann: Rüdiger schützt "Familie Nationalmannschaft"
"Was ich sagen kann, ist, dass Antonio sich unglaublich committet, was die Nationalmannschaft angeht. Dass er einer ist, der die Familie Nationalmannschaft auch extrem schützt und alles dafür tut, dass wir erfolgreich sind", sagte der DFB-Chefcoach.
Im Vorjahr war der gebürtige Berliner allerdings auch von der DFB-Führung kritisiert worden, nachdem er im Clásico gegen den FC Barcelona mit einem Kühl-Pad Richtung Referee geworfen hatte. "Ich mag es, hart zu spielen. Aber auch ich habe Grenzen", verteidigte sich Rüdiger nach der jüngsten Szene mit Getafe-Kontrahent Rico.
Rüdiger gelobt Besserung
Im DFB-Team will der Vize-Kapitän nun vorangehen. "Ich will kein Unruheherd sein, sondern Stabilität und Sicherheit geben. Die Diskussion zeigt mir noch einmal, dass ich eine Verantwortung habe, der ich in manchen Momenten nicht gerecht geworden bin", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Aktuell gilt Rüdiger nach langer Verletzungsauszeit im DFB-Team hinter Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck nur als Ersatz-Innenverteidiger.
Für Kimmich kann Rüdiger bei der WM ein entscheidender Faktor sein. "Er ist einfach jemand, der das schon sehr, sehr oft unter Beweis gestellt hat, dass er auf allerhöchstem Niveau performen kann, und das ist für eine Mannschaft extrem wichtig, solche Spieler zu haben", versicherte Kimmich. "Toni ist für uns natürlich ein sehr wichtiger Spieler."
Man müsse "nie Bauschmerzen" haben, wenn er spielt, meinte Kimmich weiter. Im aktuellen Aufgebot von Nagelsmann haben Kimmich mit 106 Länderspielen und Rüdiger mit 81 die meisten DFB-Einsätze bestritten.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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