
Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht die sehr hohen Ticketpreise bei der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA kritisch. Der 38-Jährige richtet sogar einen Warnruf an den Weltverband FIFA.
Der Fußball lebe maßgeblich von den Zuschauern und den Emotionen im Stadion. "Und diese Emotionen müssen für die breite Masse leistbar sein und leistbar bleiben. Denn sonst verliert der Fußball ganz schnell an Reiz und an Wertigkeit. Und dann ist dieser Sport nicht mehr der, den wir alle so sehr lieben", sagte Nagelsmann im ZDF-Sportstudio vier Wochen vor dem ersten WM-Spiel der deutschen Mannschaft am 14. Juni in Houston gegen Curaçao.
Die Preise für Eintrittskarten, die in der Gruppenphase zwar für ein kleines Kontingent bei rund 60 US-Dollar beginnen, übersteigen bei Finaltickets in den Top-Kategorien 10.000 Dollar.
Auf dem offiziellen Weiterverkaufsmarkt der FIFA wurden teilweise Wucherpreise gesichtet, die ein Vielfaches höher liegen. Der Weltverband lässt Ticket-Inhaber ihre Karten auf der Plattform zu einem beliebigen Preis weiterverkaufen. Einschränkungen gibt es - wegen der dortigen Gesetzeslage - nur für Spiele in Mexiko.
Für Nagelsmann sind die Preise ein "extrem schwieriges" Thema. "Ich mache die Preise nicht, ich kann sie nicht beeinflussen", sagte er. Die Fans spielen für ihn und auch die Nationalmannschaft jedoch eine zentrale Rolle bei einem Turnier.
"Der Fußball lebt von den Massen, die er bewegt"
"Generell ist klar, der Fußball lebt extrem von den Emotionen, die entstehen aufgrund der Zuschauer. Der Fußball lebt einfach extrem von den Massen, die er bewegt. Von den Massen, die ins Stadion kommen. Aber auch von den Massen, die bei einer WM oder EM auf den Straßen sind", sagte Nagelsmann.
Er freut sich trotz der horrenden Kosten, die vor Ort auch noch bei Reisen oder Unterkünften entstehen, dass viele deutsche Fans "das auf sich nehmen und alles probieren und alles zusammensparen, um dahinzukommen". Das sei für die Nationalmannschaft "ein ganz tolles Zeichen".
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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