
Vor dem brisanten Vorrunden-Showdown gegen Algerien hat Österreichs Nationaltrainer Ralf Rangnick ausgeschlossen, mit seiner Mannschaft auf ein Unentschieden aus zu sein. "Das wird keinen Einfluss auf das Spiel haben", sagte Rangnick zu der Konstellation, dass beiden Teams am Sonntag (4.00 Uhr MEZ) in Kansas City ein Punkt zum Weiterkommen reichen wird.
"Du kannst nicht in ein Spiel gehen und sagen, du spielst auf Unentschieden. Wie das in den letzten fünf Minuten sein wird, das wird man sehen. Aber wir werden das Team sicher nicht ins Rennen schicken, um Remis zu spielen", sagte Rangnick.
Österreich und Algerien sowie das bereits für die K.-o.-Runde qualifizierte Argentinien und das schon ausgeschiedene Jordanien bestreiten die letzten Gruppenspiele des Turniers. Sie wissen bei der Mega-WM mit 48 Teams, bei der auch die acht besten Gruppendritten weiterkommen, also genau, was für das Weiterkommen reicht. Und sie wissen dann sogar genau, welcher Gegner bei Platz zwei und welcher bei Platz drei wartet. Schon jetzt ist quasi sicher, dass beiden ein Remis zum Weiterkommen genügt.
Platz drei besser als Platz zwei?
Als Gruppenzweiter könnte es gegen Spanien gehen, der Gruppendritte könnte es mit der Schweiz und damit mit einem möglicherweise leichterem Gegner zu tun bekommen.
Algeriens Coach Vladimir Petkovic sieht solche Spekulationen aber mit Vorsicht. "Auf dem Papier sind einige Teams stärker. Aber diese WM hat gezeigt, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass die besseren Teams die schlechteren auch schlagen."
Erinnerungen an 1982
1982 bei der WM in Spanien war es zur "Schande von Gijón" gekommen, als Deutschland und Österreich sich praktisch auf ein 1:0 für die DFB-Elf geeinigt hatten, das beide Teams weiterkommen ließ. Leidtragende waren damals die Algerier.
Rangnick und Petkovic spielten dieses vor allem in Algerien gerade wieder sehr aktuelle Thema aber herunter. "Damals war noch kein Spieler, der nun auf dem Platz steht, auf der Welt. Ich war damals 24 Jahre alt und war gerade zum SSV Ulm gewechselt. Das zeigt, wie lang das her ist. Unsere Spieler werden es zuletzt auch erst in den Zeitungen wahrgenommen haben."
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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