
Aktives Engagement und Einbindung in die Gesellschaft – das kann Senioren nach Ansicht der Brandenburger Landesregierung vor Einsamkeit im Alter bewahren. Zur Eröffnung der Brandenburgischen Seniorenwoche in Cottbus sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), ein gutes Miteinander könne nur gelingen, "wenn ältere Menschen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können". "Eine gute Rente, Gesundheitsversorgung und Pflege sind dafür wichtig." Die Seniorenwoche lädt zum Beispiel am 3. Juni zum Deutsch-Polnischen Generationensportfest in Frankfurt (Oder) und am 10. Juni zum Sicherheitstag in Angermünde.
Sozialminister: Vereinsamung nimmt zu
Sozialminister René Wilke sieht Brandenburg mit einem der höchsten Altersdurchschnitte besonders gefordert, eine soziale Ausgrenzung älterer Menschen zu verhindern. "Die Vereinsamung – nicht zuletzt älterer Menschen – nimmt zu, was zu einer Beeinträchtigung der seelischen und auch körperlichen Gesundheit führen kann", sagte der SPD-Politiker. "Wenn wir die älteren Brandenburgerinnen und Brandenburger aktiv einbinden, ihre Erfahrungen nutzen, wirken wir Vereinsamung entgegen und stärken die Gesellschaft als Ganzes."
Der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick (SPD) setzt auf mehr Miteinander für und mit Senioren wie Hilfe in der Nachbarschaft, Unterstützung in der Kita oder in Schulen.
Über ein Viertel ist in Brandenburg älter als 65
Deutschlandweit ist der Anteil der Senioren – also Menschen über 65 Jahre – nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes von 15 Prozent im Jahr 1991 auf 23 Prozent im Jahr 2024 gestiegen. Am höchsten war die Quote im Ländervergleich in Sachsen-Anhalt mit 28 Prozent. In Brandenburg lag der Anteil im Jahr 2024 laut Statistikamt bei 26,5 Prozent. Am niedrigsten war der Seniorenanteil im Hamburg mit 18 Prozent, in Berlin lag er bei 19,2 Prozent.
Die Brandenburgerinnen und Brandenburger haben den vierthöchsten Altersdurchschnitt im Vergleich der Bundesländer. Sie waren 2024 im Durchschnitt 47,5 Jahre alt – hinter Sachsen-Anhalt (48,3 Jahre), Mecklenburg-Vorpommern (48,1 Jahre) und Thüringen (47,9 Jahre). In Hamburg lag der Schnitt mit 42,2 Jahren am niedrigsten.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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