
Wie war nochmal das Datum unseres Hochzeitstages? Wer an einem Schnapszahl-Tag heiratet, kommt vielleicht schneller auf den richtigen Tag. Der Juni hat gleich drei dieser Termine zu bieten - 6.6.26, 20.6.26 und 26.6.26. Und doch hat das in Hamburg nicht zu einem Run auf die Termine geführt, wie eine Sprecherin des Bezirksamtes Harburg der Deutschen Presse-Agentur sagte. "In der Vergangenheit gab es „Schnapszahlentage“, die besonders stark nachgefragt waren und auch entsprechend durch die Standesämter betreut wurden. Aktuell und in näherer Vergangenheit ist jedoch das Interesse der Paare an einem „Schnapszahlentag“ eher gering ausgeprägt."
Das Bezirksamt Harburg gibt federführend für die Standesämter in Hamburg die Daten heraus. Konkrete Zahlen zur Nachfrage nach den Trauterminen werden statistisch nicht erfasst. Aber die Mitarbeitenden könnten aufkommende Trends natürlich erkennen, sagte die Sprecherin weiter.
Location und Jahreszeit sind wichtiger als die Schnapszahl
Dass die Nachfrage zuletzt eher geringer ausfiel, könne auch daran liegen, dass andere Parameter für eine Hochzeit meist wichtiger sind. So spiele bei der meist langfristigen Terminfindung eher die Verfügbarkeit einer Location für die Feier oder auch die Jahreszeit eine größere Rolle.
Wer vor allem ein Schnapszahldatum will, muss die Daten gut im Blick haben und sich beeilen. "Die Anzahl an Trauterminen kann nicht beliebig erhöht werden und sobald das gesamte Angebot fest reserviert wurde, ist eine weitere Reservierung nicht mehr möglich." Die leicht zu merkenden Daten fielen zudem auf Freitag und Samstag.
Dementsprechend waren auch alle Schnapszahl-Termine im Juni schnell weg. "Freie Termine stehen für die Daten nicht mehr zur Verfügung, da sich Paare in der Regel auch ein bisschen mehr Zeit für ihre Hochzeitsplanung nehmen."
In Hamburg wurde zuletzt wieder mehr geheiratet
In Hamburg ist Heiraten durchaus noch beliebt - obwohl im Bundestrend langfristig die Zahl der Menschen, die heiraten, sinkt. In der Hansestadt sind 2024 so viele Ehen wie seit Jahren nicht mehr geschlossen worden. 5.320 Paare hatten sich das Ja-Wort gegeben und damit 821 beziehungsweise 18,3 Prozent mehr als im Jahr 2023, wie das Statistikamt Nord mitteilte.
Das war der höchste Stand seit 2019, als 6.065 Ehen geschlossen wurden. In der Regel werden die meisten Ehen im August und September geschlossen und die wenigsten im Januar.
Die Zahl der Scheidungen sank 2024 leicht von 2.619 auf 2.613. Mehr als jede fünfte der geschiedenen Ehen bestand bereits seit mindestens 20 Jahren.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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