
Viel Kampf, wenig Glanz: Deutschlands Handballerinnen haben einen mühevollen Start ins EM-Jahr hingelegt. Beim 30:23 (16:15)-Sieg in Slowenien konnte die DHB-Auswahl erst spät an die überzeugenden Auftritte von ihrem silbernen WM-Coup anknüpfen.
Vor rund 1.500 Zuschauern in Celje war Rückraum-Ass Emily Vogel mit sieben Toren beste Werferin für die DHB-Auswahl, die dank des Erfolges fest mit der Teilnahme an der EM-Endrunde vom 3. bis 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei planen kann.
Vor dem Rückspiel in Heidelberg am kommenden Sonntag führt das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch die Gruppe 3 mit 6:0 Punkten vor den Sloweninnen (4:2) an. Platz eins und zwei sichern definitiv das EM-Ticket. Die letzten Qualifikationsspiele stehen im April gegen die krassen Außenseiter Nordmazedonien und Belgien an.
Guter Start nur ein Strohfeuer
80 Tage nach dem verlorenen WM-Finale gegen Norwegen startete das deutsche Team im Duell mit den zuvor ebenfalls noch ungeschlagenen Sloweninnen gut und lag schnell mit 4:2 vorn. Doch plötzlich geriet die DHB-Auswahl aus dem Rhythmus. Sieben Minuten gelang kein Treffer - was die Gastgeberinnen mit einem 5:0-Lauf bestraften.
Doch nicht nur im Angriff lief es nicht rund. Auch die Abwehr, bei der WM noch das Prunkstück, bot immer wieder Lücken. Das Fehlen der verletzten Defensivspezialistinnen Xenia Smits und Aimée von Pereira machte sich in dieser Phase deutlich bemerkbar.
Mitte der ersten Halbzeit berappelte sich der WM-Zweite, woran Torhüterin Katharina Filter mit einigen Glanzparaden großen Anteil hatte. Beim 9:8 war die kleine Schwächephase ausgebügelt. Dennoch forderte Gaugisch in einer Auszeit: "Wir müssen cleverer sein und hart arbeiten, wie sich das gehört."
Steigerung sorgt für klare Verhältnisse
Doch erst nach dem Wechsel konnte sich der Favorit absetzen. Im Tor war Sarah Wachter nun ein starker Rückhalt des DHB-Teams, das sich deutlich steigerte und beim 23:18 erstmals mit fünf Toren vorn lag. Während bei den Sloweninnen mit zunehmender Spielzeit die Kräfte schwanden, blieben die deutschen Frauen konzentriert und brachten den Sieg letztlich ohne Probleme ins Ziel.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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