
Im Prozess um die gewaltsame Rückholung der Block-Kinder aus Dänemark hat ein mutmaßlicher Entführer, der früher als Model arbeitete, seine Version der Silvesternacht 2023/24 geschildert. "Wir waren aufgeregt und ein bisschen ängstlich", sagte der Zeuge über die Gefühle des Teams kurz vor der Tat. Aber die Männer hätten geglaubt, die Kinder retten zu müssen.
Der Cheforganisator habe ihm gesagt, die Aktion sei rechtmäßig, berichtete der 35-Jährige. Er sei in das Team geholt worden, weil er Deutsch spreche, denn er habe elf Jahre lang in Hamburg gelebt. Er habe mit den Kindern kommunizieren sollen.
Mutmaßlicher Entführer war Model und Fitnesstrainer
Der Mann hatte sich im Frühjahr von Israel aus in Interviews in Deutschland zu Wort gemeldet. Damals wurde er als Jonathan C. vorgestellt. Inzwischen führe er einen anderen Nachnamen, sagte der Mann. Er heiße nun Jonathan G.. Früher habe er als Model und Fitnesstrainer gearbeitet, doch derzeit habe er keinen Job.
Der Mann hatte für seine Zeugenaussage sicheres Geleit bekommen. Bereits drei Männer und eine Frau aus Israel hatten diese Zusage erhalten. Sie müssen zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls mit einer Anklage und einem Prozess rechnen.
Kinder beim Beobachten des Feuerwerks entführt
Die Hamburger Unternehmerin Christina Block ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma im Zuge eines langen Sorgerechtsstreits mit ihrem Ex-Mann damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder vom Wohnort des Vaters in Dänemark zu entführen.
Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette "Block House", Eugen Block, bestreitet die Vorwürfe. Die Sicherheitsfirma habe auf eigene Faust gehandelt, hatte sie erklärt. Es gibt noch sechs weitere Angeklagte. Für alle Beschuldigten in dem Fall gilt die Unschuldsvermutung.
Die Kinder waren beim Beobachten des Silvesterfeuerwerks in dem dänischen Ort Gråsten (Gravenstein) in einen Wagen gezerrt und nach Deutschland gebracht worden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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