
- Meningitis-Ausbruch in England - tödliche Krankheit breitet sich weiter aus
- Menschen in England stehen wieder mit Mundschutz Schlange
- Meningitis als neues Covid? Bisher zwei Tote und 29 Infektionsfälle
Nach ausgelassenen Partynächten in einem Club in Canterbury kämpft die englische Grafschaft Kent mit einem besorgniserregenden Meningitis-Ausbruch. Was als normales Party-Wochenende begann, entwickelte sich offenbar zu einem Superspreader-Ereignis.
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Meningitis-Ausbruch in England - tödliche Krankheit breitet sich weiter aus
Bis Freitag registrierten die Gesundheitsbehörden 29 bestätigte Infektionen mit Meningokokken der Serogruppe B. Diese Bakterien lösen eine hochansteckende Hirnhautentzündung aus, die innerhalb weniger Stunden tödlich verlaufen kann. Zwei Menschen sind bereits gestorben. Rund 2.000 Clubbesucher waren an jenem Wochenende vor Ort. Sie alle gelten nun als potenzielle Kontaktpersonen.
Meningitis als neues Covid? Bisher zwei Tote und 29 Infektionsfälle
Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 21-jährigen Studenten sowie eine 18-jährige Schülerin. Das Mädchen verstarb nur zwölf Stunden nach dem Auftreten erster Symptome. Viele Betroffene hielten ihre Beschwerden zunächst für eine Corona-Infektion, denn die Symptome sind ähnlich: Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Fieber. So brach die 21-jährige Keeleigh Goodwin im Badezimmer zusammen, nachdem ihre Mutter sie mit der vermeintlichen Erkältung ins Bett geschickt hatte. Erst im Krankenhaus diagnostizierten Ärzte die lebensbedrohliche Hirnhautentzündung. Goodwin befindet sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung.
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Menschen in England stehen wieder mit Mundschutz Schlange
Die aktuellen Szenen in England erinnern an die Hochphase der Corona-Pandemie: Menschen mit Mundschutz reihen sich aneinander, um medizinische Versorgung zu erhalten. Vor der Universität Kent erstreckte sich die Warteschlange über einen Kilometer. Bis Freitagmorgen verteilten die Behörden 10.000 Dosen Antibiotika und verabreichten 2.500 Impfungen gegen Meningokokken. Der Impfstoff ist jedoch knapp. Vorrang haben derzeit Studierende und Mitarbeiter der Universität Kent sowie Schüler von vier betroffenen Schulen. Auch Personen mit direktem Kontakt zu Erkrankten erhalten bevorzugt eine Immunisierung.
Tödliche Krankheit breitet sich aus - erster Meningitis-Fall in London
Eine Woche nach Ausbruch der Meningitis-Epidemie hat die Krankheit inzwischen bereits die Hauptstadt erreicht. Eine Londoner Schule meldete am Freitag (20. März) den ersten Infektionsfall außerhalb von Kent. Die Behörden beobachten die Entwicklung mit Sorge.
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