
- Schweizer Reporter erinnert sich an die Formel-1-Zeit von Michael Schumacher
- Schumi soll Roger Benoit nach einer Wette bis heute ein Abendessen und ein Bier schulden
- Bericht über eine Zeit lang schwieriges Verhältnis mit deutscher Motorsport-Legende
Formel-1-Fans hoffen seit vielen Jahren auf positive Neuigkeiten zu Michael Schumachers Gesundheitszustand: Doch wie es dem siebenmaligen Weltmeister aktuell geht, bleibt weiterhin unklar. Seine Familie schottet Schumi ab, lässt keine Details an die Öffentlichkeit dringen. Es erinnern sich jedoch regelmäßig ehemalige Weggefährten an die gemeinsame Zeit mit dem deutschen Motorsport-Star. So wie aktuell die Schweizer Reporter-Legende Roger Benoit. Er sprach in einem "Sport1"-Interviewunter anderem über eine besondere Wette mit Schumi.
Schweizer Reporter erinnert sich an gemeinsame Zeit mit Michael Schumacher
Roger Benoit begleitet die Formel 1 seit über fünf Jahrzehnten. Michael Schumacher bezeichnete er gegenüber "Sport1" als "unglaublichen Arbeiter". "Michael hat für den Erfolg gelebt, für die Formel 1. Alles war darauf ausgerichtet", so der Journalist. Umso "tragischer" sei sein heutiges Schicksal.
Roger Benoit spricht über Wette mit Schumi
Im Interview plauderte Benoit außerdem eine amüsante Anekdote aus. Der Rekordweltmeister habe einst das Gewicht des Reporters kommentiert - mit den Worten, dieser sei zu dick. Benoit konterte selbstbewusst und kündigte an, beim nächsten Rennen nur noch 80 Kilogramm zu wiegen. Drei Wochen später bestätigte die Ferrari-Waage sogar 79,8 Kilo. Schumacher reagierte amüsiert und versprach dem Journalisten ein Abendessen samt Bier – irgendwo auf der Welt. "Leider schuldet er mir das bis heute", erzählte Benoit gegenüber "Sport1".
Michael Schumacher soll Kontakt zu Formel-1-Reporter abgebrochen haben
Doch die Beziehung zwischen den beiden war offenbar nicht immer von solcher Leichtigkeit geprägt. Denn Benoit gehörte laut eigenen Angaben zu den "größten Kritikern" des erfolgreichen Rennfahrers, erfand für ihn sogar den Spitznamen "Schummel-Schumi". Hintergrund: Schumacher hatte bei einigen Rennen die Grenzen des Erlaubten überschritten und kassierte sogar Disqualifikationen. Als der Deutsche nach seiner Ferrari-Ära zu Mercedes wechselte, sei der Kontakt zu Benoit vollständig abgebrochen.
Die überraschende Wende sei bei einem Grand Prix in Japan gekommen. Schumacher lief an Benoit vorbei, beugte sich zu ihm herunter und klopfte ihm aufs Knie. "Lass uns noch einmal von vorn anfangen. Vergessen wir das alles", soll der Rekordweltmeister gesagt haben. Von diesem Moment an sprachen beide wieder miteinander – nur wenige Monate vor Schumachers endgültigem Rücktritt aus der Formel 1.
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