
Im Prozess gegen einen Mann, der seine Freundin mit Narkosemitteln betäubt, vergewaltigt und dabei gefilmt haben soll, wird an diesem Dienstag (10.00 Uhr) das Urteil am Landgericht München I erwartet.
Die Staatsanwaltschaft fordert die Höchststrafe für den Angeklagten. Sie sprach sich für lebenslange Haft, die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld und Sicherungsverwahrung aus - unter anderem wegen versuchten Mordes und Vergewaltigung. Bei der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren so gut wie ausgeschlossen.
Die Verteidigung forderte für den Studenten aus China sieben Jahre Haft ohne Sicherungsverwahrung. Sie sieht den Tatbestand des versuchten Mordes und der schweren Vergewaltigung nicht als erfüllt an.
"Ich weiß, dass ich Schlimmes getan habe"
Der 27-Jährige hatte die angeklagten Taten vor Gericht generell eingeräumt. "Ich weiß, dass ich Schlimmes getan habe und dass das schlimme Folgen mit sich gebracht hat", sagte er. Er sei aber kein Frauenhasser, so der Angeklagte. "Ich liebe dieses Mädchen, aber ich habe sie tief verwundet." Seine Taten seien "unbedacht, egoistisch, gefährlich, hässlich und ungehobelt" gewesen. "Es ist unverzeihlich."
Vergewaltigungsnetzwerk?
Laut Staatsanwaltschaft war es reiner Zufall, dass die 1997 geborene Frau bei den Taten des Mannes nicht starb. Der Angeklagte hatte sich nach eigenen Angaben in einer Chatgruppe mit mehr als 1.000 Mitgliedern über Betäubungsmöglichkeiten informiert.
Die Ermittler gegen von einem regelrechten Netzwerk aus. In der Sache laufen auch in Deutschland weitere Ermittlungsverfahren. Zwei Männer wurden in Frankfurt und Berlin verurteilt, der Prozess gegen einen weiteren läuft aktuell noch in der Hauptstadt.
Der Student ist unter anderem wegen versuchten Mordes in sieben Fällen, gefährlicher Körperverletzung, besonders schwerer Vergewaltigung und versuchter Vergewaltigung mit Todesfolge angeklagt – wobei sich der Versuch in dem Fall auf die Todesfolge bezieht.
Der Fall erinnert an die Französin Gisèle Pelicot, die von ihrem damaligen Ehemann über knapp zehn Jahre immer wieder mit Medikamenten betäubt, missbraucht und Dutzenden Fremden zur Vergewaltigung angeboten worden war.
281372
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Panorama":
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
Kriminalität: Zickzackfahrender Fahrschüler mit 1,3 Promille gestoppt19.03.2026 - 2
Monte-Carlo Open: Alejandro Tabilo entscheidet das Duell souverän gegen Marton Fucsovics05.04.2026 - 3
Fußball-WM: Halbleere Ränge bei WM-Eröffnungsparty in Toronto12.06.2026 - 4
Unglück in Limburgerhof: Kleinflugzeug explodiert über Wohngebiet - zwei Tote16.05.2026 - 5
Monte-Carlo Open: Gael Monfils überwältigt Tallon Griekspoor05.04.2026
Ähnliche Artikel
Olympia 2026: Straßer erklärt Olympia-Kritik: "Auch mal Mund aufmachen"20.02.2026
Deutschland - Curacao bei WM 2026: Deutschland geht als Favorit ins WM-Spiel11.06.2026
Esther Sedlaczek im TV: Aktuelle Fernsehauftritte im Überblick16.12.2025
NBA Liveticker: Dallas Mavericks vs. Utah Jazz Live-Ergebnisse und Spielstand16.01.2026
French Open News: Mensik gewinnt Jungstar-Duell und fordert Zverev02.06.2026
News des Tages am 30. Dezember 2025: Die Schlagzeilen von heute30.12.2025
Live VANDA Pharmaceuticals Berlin Tennis Open: Spielplan des Tages - Alle Matches im Ticker13.06.2026
SC Freiburg News: Was der SC Freiburg in der Europa League verdient19.05.2026
Fortuna Düsseldorf - SG Dynamo Dresden im Live-Stream und TV: Wohin gehen am 24.04.2026 die Punkte bei Fortuna gegen Dresden?21.04.2026
Borussia Dortmund News: Unerwartetes Karriereende mit 30: Süle will nicht mehr07.05.2026














