
Nach einem Vorfall an einer weiterführenden Schule in Rheinland-Pfalz hat die Polizei eindringlich vor der sogenannten "Blackout Challenge" und ähnlichen Internet-Mutproben gewarnt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Westpfalz soll ein 13-Jähriger einen 14 Jahre alten Mitschüler bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Der Vorfall ereignete sich bereits am 9. Juni und wurde nun wegen des Verdachts der Körperverletzung angezeigt.
Bei der als "Blackout Challenge" bekannten Mutprobe versuchen Teilnehmer, durch Luftanhalten, Würgen oder Strangulieren eine Ohnmacht herbeizuführen. Die Polizei betonte, solche Challenges seien lebensgefährlich und könnten schwere Gesundheitsschäden bis hin zu Hirnschädigungen verursachen.
Mehrere Todesfälle
Die Mutprobe hat in den vergangenen Jahren mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. 2021 starb im italienischen Palermo eine Zehnjährige, nachdem sie mutmaßlich an der "Blackout Challenge" auf der Plattform Tiktok teilgenommen hatte. Ärzte stellten später ihren Hirntod fest. 2022 berichteten britische Medien über den Tod eines 14-Jährigen in Schottland, der ebenfalls an der Challenge teilgenommen haben soll. Bereits Anfang desselben Jahres war der Fall eines zwölfjährigen Briten bekannt geworden, der nach einer mutmaßlichen Teilnahme an der Mutprobe ins Koma gefallen war und später starb.
Auch in Deutschland gab es ähnliche Vorfälle. In Berlin kollabierte nach Angaben der Bildungsverwaltung im Mai 2024 eine Grundschülerin bei einer nachgeahmten Internet-Challenge. Der Fall wurde anschließend schulisch und psychologisch aufgearbeitet.
Was die Polizei Eltern rät
Die Polizei rät Eltern, mit Kindern über Trends in sozialen Netzwerken zu sprechen, gefährliche Inhalte kritisch zu hinterfragen und Jugendliche darin zu bestärken, sich nicht durch Gruppendruck zu riskanten Handlungen verleiten zu lassen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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