Nations League: Israelis tragen Armbinden in Gedenken an Terror-Opfer
04.10.2026
Nations League: Israelis tragen Armbinden in Gedenken an Terror-Opfer

Die israelische Fußball-Nationalmannschaft lief in Gedenken an die Opfer des Terrorangriffs vor drei Jahren beim Nations-League-Spiel am Abend gegen Irland mit schwarzen Armbinden und der Aufschrift "7.10" auf. Einen entsprechenden Antrag hatte die Europäische Fußball-Union UEFA genehmigt, wie der israelische Verband vor dem Anpfiff mitteilte.

Am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Organisationen rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln nach Gaza verschleppt. Der beispiellose Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Seitdem wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.000 Palästinenser getötet. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe; es gibt aber immer wieder tödliche Angriffe.

Protestaktionen wie auch im Hinspiel

Das Spiel im serbischen Backa Topola war auch deswegen brisant, weil es in Irland eine enorme Unterstützung für Palästina gibt. Wie schon beim Hinspiel-Duell im ungarischen Debrecen drückten die irischen Spieler auf unterschiedliche Weise ihren Protest aus. Sie waren mit schwarzen Armbinden aufgelaufen, bei der israelischen Hymne hielten sie ihre Köpfe gesenkt. Zudem gab es keinerlei Abklatschen vor dem Spiel, auch nicht bei der Seitenwahl.

Ersatztorwart Gavin Bazunu boykottierte die Partie erneut. Ein kompletter Boykott, wie zum Teil in Irland gefordert wurde, lehnten die Mannschaft und der Verband aber ab.

474389

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++

Noch mehr spannende Fußball-Nachrichten lesen Sie hier: