
Kurz vor dem Start der Winterspiele hat Kombiniererin Nathalie Armbruster mit einem emotionalen Statement ihren Olympia-Frust öffentlich gemacht. Zugleich erneuerte die Gesamtweltcupsiegerin ihre Kritik am Internationalen Olympischen Komitee, das die Frauen im Programm für die am Freitag beginnenden Spiele in Mailand und Cortina (bis 22. Februar) nicht berücksichtigt.
"Niemandem sollte die Möglichkeit verwehrt werden, seine Träume zu leben – nur weil man eine Frau ist. Und doch stehen wir hier: die Frauen der Nordischen Kombination 2026 am Rand und schauen zu, wie die Männer bei den Olympischen Spielen antreten, während wir nicht teilnehmen dürfen", schrieb die 20-Jährige, die zu den Medaillenkandidatinnen gehört hätte, auf Instagram. Dazu präsentierte sie ein Video, das sie im Interview als junges Mädchen zeigt, dass von ihrem Traum spricht, mit ihrem Sport zu Olympia zu kommen.
Armbruster: Haben diesen Platz "verdammt noch mal verdient"
Die Kombiniererinnen würden ihren Platz bei den Winterspielen nicht wollen, "weil wir Frauen sind und Gleichberechtigung fordern. Wir haben uns diesen Platz verdammt noch mal verdient – als hochprofessionelle Weltklasse-Athletinnen, die alle Anforderungen erfüllt haben, die das IOC selbst einmal festgelegt hat", so Armbruster weiter. Wenn schon Gleichberechtigung im 21. Jahrhundert "nicht selbstverständlich" sei, "dann sollte es wenigstens Gerechtigkeit sein".
Die Kombination ist die einzige Sportart bei den Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. bis 22. Februar), bei der keine Frauen am Start sind. Die traditionsreiche Sportart bangt generell um ihren Verbleib im Olympia-Programm, eine Entscheidung dazu soll nach den Winterspielen fallen.
Abschließend äußerte Armbruster noch eine Bitte: "Liebe Fans, bitte schaut euch die Wettbewerbe der Männer bei den Olympischen Spielen an – das IOC wird sich die TV-Quoten ansehen." Armbruster hatte bereits zuvor mehrfach das IOC kritisiert. Auch beim letzten Weltcup vor dem Mega-Event hatten die Frauen und Männer protestiert.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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