
Mit einem drei Meter hohen Riesendackel vor dem Rathaus weist die Stadt München unübersehbar auf ihr Interesse an einer Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele ab 2036 hin. Bis zum 26. September soll das gestreifte Tier dort stehen, wie das Münchner Sportreferat mitteilte. An diesem Tag entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), welcher Kandidat sich für Deutschland um die internationalen Großereignisse bewerben darf.
Die Auswahl des Hundes ist übrigens kein Zufall. 1972 war Dackel Waldi das Maskottchen der Sommerspiele in München, in Anspielung an die Dackelliebe der Einheimischen. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ließ sich zu Werbezwecken bereits mit dem überdimensionalen Tier fotografieren.
Berlin und Rhein-Ruhr als Konkurrenz
Doch trotz historischer Referenzen an die damaligen Spiele in München: eine "gmahde Wiesn", also schon sicher, ist das mit der bayerischen Kandidatur nicht. Auch Berlin und die Region Rhein-Ruhr würden sich gerne um die Austragung in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 bewerben und hoffen darauf, am 26. September bei der Mitgliederversammlung des DOSB in Baden-Baden den Zuschlag zu bekommen.
Wenn, "dann sind es wir"
Das Bündnis Pro Olympia startete deshalb öffentlichkeitswirksam einen Countdown, gemeinsam mit Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) und Wirtschaftsreferent Christian Scharpf. Begleitet wurde die Werbeaktion von der historischen Olympia-Fanfare und einem 20 mal 10 Meter großen Banner. Der Slogan darauf: "Für Deutschlands echte Olympia-Chance".
Schließlich ist man in München fest überzeugt, nach 1972 erneut bestens aufgestellt zu sein. "Wenn jemand in Deutschland ein solches Mammut-Event stemmen kann, dann sind es wir in München und in Bayern", konstatierte Wolfram Hatz, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und Mitglied von Pro Olympia.
"Power-Projekte" für ganz Deutschland
Auch OB Krause erklärte: "München ist bereit für Olympia! Wir bauen auf einem olympischen Erbe auf, das seit 1972 sichtbar lebendig geblieben ist". Man entwickele nachhaltige und zukunftsorientierte Konzepte für "Power-Projekte", von denen ganz Deutschland profitieren könne.
Die Spiele 1972 waren für München Freude und Trauma zugleich. Nach einem heiteren Beginn kam am 5. September der Schock, als palästinensische Terroristen israelische Sportler als Geiseln nahmen, von denen elf starben, ebenso wie ein deutscher Polizist.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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