
Die 14. Paralympischen Winterspiele in Italien sind offiziell beendet. Um 21.57 Uhr erklärte Präsident Andrew Parsons vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) im Curling-Stadion in Cortina d'Ampezzo das Ende der Spiele. Ausgeklungen sind sie mit einer bunten Tanz- und Musikshow unter dem Titel "Italienisches Andenken". Um 22.08 Uhr erlosch dann auch das Paralympische Feuer in Mailand und Cortina.
"Diese paralympischen Winterspiele waren ein rekordverdächtiger Erfolg. Die größten und schönsten Paralympischen Winterspiele. Mehr Athleten, mehr Nationen, mehr Frauen und eine größere globale Berichterstattung als je zuvor", sagte Parsons in seiner Abschlussrede. Giovanni Malago, Präsident des italienischen Organisationskomitees der Spiele, betonte: "In einer Zeit, in der Kriegstrommeln und Flaggen zu überwiegen scheinen, sprachen wir gemeinsam von Frieden, Freundschaft, Respekt und Inklusion. Gegen die Bilder von Brutalität und Zerstörung haben wir die des fairen Wettbewerbs hochgehalten."
Deutschland bei der Schlussfeier mit Fahnenträgern dabei
Deutschland zog als 22. von 55 Teilnehmernationen in die Curling-Arena ein. Die Fahne trugen die alpine Skirennläuferin Andrea Rothfuss und Snowboarder Christian Schmiedt. Insgesamt hatten 44 Nationen Fahnenträger nominiert. Einige Länder nahmen aufgrund der frühen Abreise nicht teil, andere aus Protest. So boykottierte die Ukraine die Zeremonie wegen der Teilnahme von Russland und Belarus. Auch Estland und Litauen blieben fern. Ihre Fahnen wurden von Freiwilligen getragen.
An der Eröffnungsfeier hatten sich nur 28 von 55 teilnehmenden Nationen mit Sportlerinnen und Sportlern beteiligt. Auch Deutschland hatte nicht mit Aktiven an der Zeremonie in Verona teilgenommen. Bei den Paralympics durften russische Athleten wieder unter eigener Flagge und Symbolen und mit Hymne antreten. Zum ersten Mal seit 2016 in Rio de Janeiro wurde bei Olympischen oder Paralympischen Spielen bei der Siegerehrung die russische Nationalhymne gespielt, insgesamt achtmal.
China dominiert, Winterspiele mit Rekorden
Im Medaillenspiegel Platz eins belegte mit großem Vorsprung China (15 Gold/13 Silber/16 Bronze) vor den USA (13/5/6). Deutschland beendete die Winterspiele mit dem mit 40 Sportlern zweitgrößten deutschen Team in der Geschichte auf Rang elf. Es ist die schlechteste Platzierung seit den ersten Winterspielen vor 50 Jahren. Die nächsten Winter-Paralympics werden 2030 in den französischen Alpen ausgetragen. 2028 ist Los Angeles Gastgeber der Sommerspiele.
Vor der Abschlussfeier hatte das IPC zahlreiche Bestmarken für das Großereignis in Norditalien bekanntgegeben. So nahmen 611 Sportler aus 55 Ländern teil, womit der bisherige Rekord von 564 Athleten aus 48 Nationen von Pyeongchang 2018 deutlich übertroffen wurde. Zuvor unerreicht war auch, dass 27 und damit fast die Hälfte der Nationen in den 79 Entscheidungen mindestens eine Medaille gewonnen haben. Mit 160 Starterinnen waren mehr Frauen dabei als in den bisherigen 13 Ausgaben.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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