
Nach der Boykott-Drohung der UEFA hat die FIFA die Pläne zur Gründung einer Tochtergesellschaft, mit der ein Teil der kommerziellen Rechte an FIFA-Turnieren an Investoren verkauft werden sollte, verteidigt. "Wir respektieren die öffentlich geäußerten Rückmeldungen und Bedenken und bekräftigen unser Bekenntnis zu einer offenen und demokratischen Konsultation", teilte der Fußballweltverband in einem Statement mit.
Die FIFA gab an, der geplante Konsultationsprozess sei durch fehlerhafte Medienberichte gestört worden. "Niemand verkauft den Fußball", beteuerte der Weltverband. "Das ist etwas, was die FIFA niemals in Betracht ziehen würde." Die FIFA Forward Enterprise (FFE) sei ausschließlich vorgeschlagen worden, um sicherzustellen, dass alle FIFA-Mitgliedsverbände die Möglichkeit haben, die kommerziellen Chancen des Fußballs in ihren jeweiligen Ländern sinnvoll zu nutzen.
Der Weltverband um Präsident Gianni Infantino hatte am Dienstag angekündigt, über die geplante Tochtergesellschaft FFE mehr als vier Milliarden US-Dollar von externen Investoren einwerben zu wollen. Auch künftige WM-Turniere sollen dann unter dem Dach der neu gegründeten FFE organisiert werden, dessen Mehrheits-Eigentümer der Weltverband wäre.
Die scharfen Worte der UEFA in ihrer Boykott-Drohung
Der europäische Fußballdachverband UEFA hatte am Donnerstagabend mit scharfen Worten einen Boykott aller FIFA-Turniere angekündigt, sollte die FIFA an ihrem Investorendeal festhalten. "Europas Position ist eindeutig. Wir werden diesem Modell niemals unsere Legitimität verleihen. Niemand hat das moralische Recht, etwas zu verkaufen, das er lediglich treuhänderisch für die nächste Generation verwaltet", schrieb die UEFA nach einer Dringlichkeitssitzung.
Wenige Stunden später lehnte auch der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Kontinentalverband Concacaf die Investorenpläne geschlossen ab. Ohne die 55 Stimmen der Europäer und die 41 Stimmen aus Nord- und Mittelamerika dürfte es für den FIFA-Boss schwierig werden, unter den 211 Mitgliedsverbänden überhaupt eine Mehrheit zu erreichen.
FIFA verweist auf "demokratische Grundsätze"
Die FIFA verwies in ihrer Reaktion auf ihre "demokratischen Grundsätze". Jeder habe das Recht, seinen Widerstand zum Ausdruck zu bringen und weitere Klarstellungen einzufordern, "aber keine einzelne Instanz kann für sich beanspruchen, alle 211 Mitgliedsverbände weltweit zu vertreten", hieß es. "Jedem Mitgliedsverband sollte es gestattet sein, den Vorschlag zu prüfen und bei der Gestaltung seiner eigenen Zukunft mitzureden."
Die genauen Investorenpläne, die die FIFA am Dienstag mit einigen Details erläutert hatte, führte der Weltverband in seinem Schreiben nicht erneut auf.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Sport":
- Fußball-WM: Wie ein slowenischer Anwalt den WM-Milliardenplan torpediert
- FC Bayern München News: Hoeneß nach Gerüchten: Da könnte der Kaiser von China kommen
- Fußball-WM: "Gutsherrenart": DFB-Funktionär will Infantino loswerden
- Fußball-Testspiele im Sommer 2026: Saison-Vorbereitung läuft - heute 1. FC Köln gegen Hertha BSC
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
Berlin: Berliner Freibäder voll - Ticketverkauf erneut gestoppt28.06.2026 - 2
Olympia 2026: Vonn zeigt solides Abfahrtstraining - Probleme für Aicher06.02.2026 - 3
NFL 2026: Blamage für die Cleveland Browns - Buffalo Bills zerlegen23.08.2026 - 4
Formel 1 News: Malaysia rückt in aktuellen Formel-1-Kalender nach26.07.2026 - 5
The Memphis Classic Live: Spielplan des Tages - Alle Matches im Ticker25.07.2026
Ähnliche Artikel
Gestrandeter Wal: Minister Backhaus dankt Helfern des Buckelwals28.04.2026
Verkehr: Deutscher Raser wegen Mordversuchs in Österreich verurteilt08.09.2026
Viktoria Köln - Rot-Weiss Essen im Live-Stream und TV: Köln am 22.03.2026 mit schwerer Aufgabe gegen Essen19.03.2026
WTA Tennis in Miami Ergebnis: Coco Gauff zerschlägt Karolina Muchova26.03.2026
Fußball-WM: WM im TV: ARD/ZDF mit Nacht-Flaute und Top-Quoten am Abend19.06.2026
Bundesliga News: Gibt es Kaffee-Pausen? Matthäus kritisiert Video-Assistenten10.03.2026
ESC 2026: Würge-Song und Retro-Powerballade ziehen ins ESC-Finale ein14.05.2026
Donald Trump: Spurs gewinnen vor Trump: NBA-Finals bleiben spannend09.06.2026
WTA Tennis Memorial Eugenio Fontana: Martina Trevisan dominiert das Spiel gegen Jennifer Ruggeri08.06.2026
Paralympics: Deutsches Team nimmt an Abschlussfeier in Cortina teil13.03.2026














