
Mit einem famosen Comeback hat die deutsche Tennis-Hoffnung Eva Lys beim hochkarätig besetzten Sandplatz-Turnier in Stuttgart den Achtelfinaleinzug perfekt gemacht. In ihrem hart umkämpften Auftaktmatch setzte sich die letztjährige Australian-Open-Achtelfinalistin gegen die ehemalige Weltranglisten-Zweite Paula Badosa 2:6, 7:5, 6:4 durch.
Von einem deutlichen 2:6- und 1:4-Rückstand gegen die Spanierin ließ sich Lys dabei nicht irritieren. Am Mittwochabend bekommt sie es jetzt als Außenseiterin mit der ukrainischen Top-Ten-Spielerin Jelina Switolina zu tun. "Wir haben auf der Tour nicht oft die Möglichkeit in Deutschland zu spielen. Zu sehen, dass die Leute an mich glauben, bedeutet mich sehr viel", sagte Lys.
Emotionaler Sieg für Lys
Nach ihrer Knieverletzung war ihr gegen Badosa die fehlende Matchpraxis bis Mitte des zweiten Satzes anzumerken. Anfang Januar hatte sich die 24-Jährige nach eigenen Worten eine Sehne im Knie gerissen, was in Australien zunächst nicht erkannt und erst in Hamburg diagnostiziert worden war.
Als es schon nach einer heftigen Niederlage aussah, kam Lys immer besser in die Partie. Neben direkten Punktgewinnen halfen ihr auch 15 Doppelfehler von Badosa, die in der Weltrangliste aus den Top 100 gefallen ist (106.). Sie sei emotional, weil es der erste Sieg nach der Verletzung sei, erklärte Lys nach dem Matchende. Nach ihrem "blöden Start ins Jahr" könne sie schmerzfrei spielen.
Beim Debakel der Tennis-Frauen fehlte Lys
Für die Auswahl der deutschen Tennis-Frauen und die Relegation im Billie Jean King Cup in der vergangenen Woche hatte die Nummer 78 der Tennis-Welt wegen ihrer Kniebeschwerden abgesagt. Ohne Lys und routinierte Spielerinnen wie Laura Siegemund stürzte das Team erstmalig in die Drittklassigkeit ab.
Auswahlspielerin Ella Seidel schied beim Stuttgarter Hallen-Sandplatzturnier anders als Lys in der ersten Runde aus. Drei Tage nach dem desaströsen Abstieg mit dem Nationalteam verlor die 21 Jahre alte Wildcard-Inhaberin gegen die klar favorisierte Belgierin Elise Mertens 3:6, 4:6.
Siegemund steht vor gewaltiger Herausforderung
Lokalmatadorin Siegemund hatte bereits am Montagabend den Sprung in die zweite Runde geschafft. Die 38-Jährige fordert am Mittwochabend (nicht vor 18.30 Uhr) die polnische Weltranglisten-Vierte Iga Swiatek heraus.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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