
Rad-Star Remco Evenepoel reagierte gereizt. Auf die Frage, was der belgische Doppel-Olympiasieger und sein Co-Kapitän Florian Lipowitz im Red-Bull-Team bei der anstehenden Tour de France voneinander lernen können, sagte er genervt: "Ich meine, ich bin ich zufrieden mit mir selbst. Also weiß ich nicht, ob ich das ändern möchte. Und ich schätze, Lipo ist auch zufrieden mit sich selbst, er möchte das auch nicht ändern."
"Ich meine, genau deshalb gehen wir zur Tour - wegen der unterschiedlichen Eigenschaften - und machen einfach unser eigenes Ding auf unsere eigene Art", fügte er hinzu. Lipowitz kam bei der Frage nicht zu Wort.
Tour beginnt mit Mannschaftszeitfahren
Viele Radsport-Fans werden die Arbeit des ungleichen Duos genau beobachten. Am Samstag beginnt die Frankreich-Rundfahrt mit einem Mannschaftszeitfahren in Barcelona, bei dem Red Bull um Evenepoel zu den Favoriten zählt.
Während Lipowitz eher zurückhaltend ist, gilt der im Winter für eine Millionensumme verpflichtete Evenepoel als meinungsstarker Profi. Sportlich gab allerdings der Laichinger im vergangenen Jahr den Ton an, als beide noch für unterschiedliche Teams fuhren: Während Lipowitz den dritten Tour-Rang feierte, musste Evenepoel während der 14. Etappe aufgegeben. Aber auch der 26-Jährige hatte es 2024 schon als Dritter auf das Podium geschafft.
"Wir wissen schon lange, dass wir zusammen fahren. Es ist etwas, auf das wir vorbereitet sind", sagte der dreimalige Zeitfahr-Weltmeister Evenepoel vor dem Start der 113. Ausgabe.
Bei der Katalonien-Rundfahrt im Frühjahr fuhren sie zusammen bei einem der bislang wenigen gemeinsamen Rennauftritte. Evenepoel half Lipowitz später, den dritten Rang zu erreichen. Der Belgier wurde Fünfter. "Ich glaube, es gab einen Tag, an dem wir wirklich füreinander arbeiten mussten, an dem wir etwas umstellen und ein Opfer bringen mussten. Und ich finde, das ist gut ausgegangen. Ich glaube also, dass es dazu von meiner Seite nichts Besonderes mehr hinzuzufügen gibt", sagte Evenepoel. Man habe gesehen, dass sie beide gut zusammenarbeiten, sagte Lipowitz.
Denk: "Überzeugt, dass das sehr gut funktioniert"
In der Doppelspitze sah Red-Bull-Teamchef Ralph Denk kein Problemfeld. "Ich bin überzeugt, dass das sehr gut funktioniert", sagte er: "Nach wie vor ist Remco schon der Frontmann und Florian so ein bisschen der Wingman." Beide seien im Rennen gleichberechtigt, betonte der Bayer: "Schlussendlich wird auch der Tag irgendwann mal kommen, wo sich der eine oder andere besser fühlt. Das müssen dann die beiden untereinander ausmachen auf der Straße."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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