
Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard dachte offenbar im vergangenen Jahr an das Ende seiner Radsport-Karriere. "Ich habe letztes Jahr gesagt: Wenn es so weitergehen soll, dann kann ich das nicht mehr machen. Deshalb haben wir auch einige Dinge geändert. Ich glaube, auch das Team hat erkannt, wie die Lage war. Sie haben mir angemerkt, dass ich im letzten Jahr nicht glücklich war", sagte der 29-Jährige am Rande der Frankreich-Rundfahrt dem dänischen TV-Sender TV2.
Sein Visma-Team habe akzeptiert, dass Dinge hätten geändert werden müssen, so Vingegaard. "Und genau das haben wir getan." Es sei nicht ideal, jedes Jahr das Gleiche zu machen. Der derzeitige Zweitplatzierte bei der Tour sprach auch die großen Entbehrungen an, die der Radsport mit sich bringt. "Als Radprofi hat man das Gefühl, ständig auf Diät zu sein. Man muss immer aufs Gewicht achten und ist ständig im Training. Es wird viel von einem verlangt. Das zehrt an Körper und Geist", betonte Vingegaard.
Auch die lange Zeit fernab der Familie sei nicht einfach, ergänzte der Familienvater. "Wenn es schwerfällt, so lange von zu Hause weg zu sein, muss man eben einen anderen Ansatz wählen - genau das haben wir dieses Jahr für mich getan", sagte Vingegaard, dessen Vertrag noch bis 2028 läuft.
Hattrick bei den großen Rundfahrten
Der Däne nahm in diesem Jahr erstmals am Giro d'Italia teil und holte sich überlegen den Sieg. Damit ist er erst der achte Fahrer in der Radsport-Historie, der alle drei Grand Tours (Tour, Giro, Vuelta) gewinnen konnte - ein Kunststück, das seinem Rivalen Tadej Pogacar noch fehlt. Der Weltmeister hat die Vuelta durch Spanien noch nicht gewonnen.
Bereits nach seinem schweren Sturz bei der Baskenland-Rundfahrt 2024 stand ein Fragezeichen hinter der Karriere von Vingegaard. Der Däne schaffte aber ein starkes Comeback und wurde in den letzten beiden Jahren jeweils Tour-Zweiter hinter Pogacar, wenngleich er gegen den Slowenen chancenlos blieb. Auch in diesem Jahr ist sein Rückstand schon wieder beträchtlich.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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