
Im Rechtsstreit mit dem französischen Ex-Nationalspieler Lassana Diarra um internationale Transferregeln hat der Fußball-Weltverband FIFA nach eigenen Angaben eine außergerichtliche Einigung erreicht. Wie diese konkret aussieht, das präzisierte die FIFA nicht. Diarras bisheriger Anwalt teilte auf dpa-Anfrage zunächst mit, dass er nichts von einer Einigung wisse.
Der ehemalige Profi Diarra hatte die FIFA und den belgischen Verband im Sommer 2025 auf Entschädigung in Höhe von 65 Millionen Euro brutto verklagt. Vorausgegangen war ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2024, wonach bestimmte Transferregeln der FIFA gegen EU-Recht verstoßen.
FIFA betont: Keine Entschädigungszahlung
Diarra und die FIFA haben nun alle Rechtsstreitigkeiten beigelegt, wie der Verband verkündete. Er unterstrich: "Die FIFA hat weder ihre Schuld eingestanden noch eine Entschädigungszahlung geleistet." Zum aktuellen Zeitpunkt wolle sich der Weltverband nicht weiter zur Causa äußern.
Hintergrund des jahrelangen Disputs war 2014 der Weggang von Diarra von seinem damaligen Verein Lokomotive Moskau trotz noch bestehenden Vertrags. Der Club warf dem Spieler Vertragsbruch vor und kontaktierte die FIFA, die Diarra dann zu einer Strafe von mehr als 10 Millionen Euro verurteilte.
Unklarheit über Folgen für mögliche Sammelklagen gegen FIFA
Im Anschluss daran sahen andere Vereine von einer Verpflichtung ab, weil die damaligen FIFA-Regularien vorsahen, dass ein neuer Club für den Spieler hafte und eventuelle Strafen bezahlen müsse. Der EuGH rügte in seinem Urteil, dass dadurch die vom EU-Recht gewährte Freizügigkeit der Spieler und der Wettbewerb zwischen den Vereinen eingeschränkt sei. Die FIFA machte sich eigenen Angaben zufolge im Anschluss daran, ihre Regeln zu überarbeiten.
Als Folge des Falls bereitete die Organisation Justice for Players Sammelklagen gegen die FIFA sowie die Nationalverbände in den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Dänemark und auch Deutschland vor. Sie führt aus, dass die neuen FIFA-Regularien unzureichend seien und es keine Kompensationen für Spielerinnen und Spieler gebe, welchen in der Vergangenheit Unrecht geschah. Welche Auswirkungen die FIFA-Einigung mit Diarra hat, war zunächst unklar.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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