
Laut einer an der Obduktion von dem als "Timmy" bekannten Buckelwal beteiligten Expertin sind Untersuchungen wie diese für die Forschung besonders wertvoll. Es könne zwar schwierig sein, die Todesursache festzustellen, sagte die dänische Forscherin Charlotte Bie Thøstesen vor Reportern am Strand der Urlaubsinsel Anholt. Das Ziel sei es dennoch, "so viele Informationen wie möglich über diesen gestrandeten Buckelwal zu sammeln".
Denn: Bei Buckelwalen handelt es sich laut Thøstesen um Tiere, die nur schwer in ihrem natürlichen Lebensraum im Meer erforscht werden können. "Wenn wir hier also in Dänemark gestrandete Wale finden, nutzen wir sie, um Erkenntnisse über die wildlebenden Tiere zu gewinnen", erklärte die Biologin, die die naturhistorische Abteilung am Museum Vest im dänischen Esbjerg leitet.
Fachleute trafen am späten Nachmittag zur lange erwarteten Obduktion des Wals, der seit Wochen für Schlagzeilen sorgt, ein. Bilder des Livestream-Anbieters News5 zeigten, wie das Team den gelb-bräunlichen Kadaver zunächst genau begutachtete und Notizen machte.
Danach vermaßen die Fachleute das Tier, schnitten den Kadaver auf und begannen, ihn zu zerteilen und sein Inneres zu untersuchen. Auch Proben für DNA-Analysen sollen genommen und das Geschlecht des Tieres bestimmt werden. Im Kern steht die Frage, woran der Wal gestorben ist.
Einzelne Knochen kommen nach Kopenhagen
Auch die Knochen des Tieres werden laut der Expertin entnommen - und kommen dann zumindest teils in die Sammlung des Naturhistorischen Museums in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. "Wir werden nicht das gesamte Skelett des Wals konservieren, sondern nur bestimmte Knochen", erklärt Thøstesen. Dazu gehören etwa Flossenknochen oder Beckenknochen.
Seit mehreren Wochen liegt der Kadaver des Tieres vor der Urlaubsinsel und ist durch Fäulnisgase stark aufgebläht und von Möwen traktiert. Die Obduktion ist also nichts für schwache Nerven. Das Team um Thøstesen ist allerdings erfahren und steckt strenge Gerüche gut weg. "Wir haben in Dänemark schon bei vielen gestrandeten Walen zusammengearbeitet, daher sind wir eigentlich alle an den Geruch gewöhnt", sagte die Expertin.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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