
Hitze wie in diesen Tagen ist für Kliniken wie die Universitätsmedizin Mainz ein großes Thema. Die zunehmend hohen Temperaturen in den Sommermonaten seien für die Patientinnen und Patienten sowie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Herausforderung, betont das größte Krankenhaus in Rheinland-Pfalz.
Bei Patienten komme es im Zusammenhang mit Hitze häufig zu einer Verschlechterung chronischer Erkrankungen aufgrund von Flüssigkeits- und Elektrolytmangel. Das betreffe vor allem ältere Menschen und solche, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen hätten.
Medikamente können anders wirken
Patienten, die etwa wegen Bluthochdrucks wassertreibende Medikamente einnehmen müssten, sollten besonders viel trinken, rät die Unimedizin. Sonst könnten Schwindel und Kreislaufprobleme, Übelkeit und Verwirrtheit drohen. Auch könne es zu einer schlechteren Nierenfunktion kommen, die die Wirkung von Medikamenten beeinflussen könne.
Sollten Symptome wie Bewusstseinsstörungen, Erbrechen sowie Durchfall auftreten oder wenn über Stunden der Urin ausbleibe, sollte der Weg in die Notaufnahme führen, heißt es von der Unimedizin.
Getränke nicht zu kalt und nicht zu süß
Die Devise an heißen Tages sei: reichlich trinken. Bei Erwachsenen sollten es demnach bis zu zwei Liter täglich sein - neben Wasser und warmem, ungesüßten Tee auch verdünnte Saftschorlen oder isotonische Getränke. Die Getränke sollten nicht zu sehr gekühlt sein, Lauwarmes oder lediglich leicht gekühlte Getränke löschten den Durst besser und belasteten den Kreislauf weniger. Der arbeite an Tagen mit mehr als 30 Grad schon auf Hochtouren.
Wie viel mehr Einsätze eine Hitzewelle für Rettungsdienste bringe, lasse sich schwer abschätzen, sagt Philipp Köhler vom Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Rheinhessen-Nahe. Es sei beispielsweise nicht immer klar, ob ein Mensch wegen der Hitze oder einer anderen Ursache eine Synkope habe, also ohnmächtig werde.
Auf Nachbarn achten
Grundsätzlich seien lange Hitzewellen schwieriger als ein paar wenige heiße Tage, sagt Köhler und erinnerte daran, dass die Menschen selbst schon eine Menge tun könnten: eben viel trinken, Aktivitäten draußen zu den besonders heißen Tageszeiten meiden.
Köhler empfiehlt außerdem, an sehr heißen Tagen auch mal etwas mehr darauf zu achten, wie es alten oder kranken Menschen in der Nachbarschaft gehe. Eindeutig abzuraten sei von einem Sprung in Gewässer wie den Rhein, das sei wegen der Strömung viel zu gefährlich.
Personal bei Rettungsdiensten nicht aufgestockt
Im Fachbereich Rettungsdienst des rheinland-pfälzischen Landesverbandes des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) läuft aktuell eine Analyse der Rettungswachen zu Auswirkungen des Klimawandels ganz allgemein. Danach sollten gezielt Maßnahmen für akute Situationen und zur Prävention diskutiert werden, teilte eine Sprecherin mit.
Vom Malteser Hilfsdienst im Land heißt es, bei angekündigten Hitzeperioden werde die Lage aufmerksam beobachtet. Die Einsatzbereitschaft werde jedoch nicht gezielt für einzelne Hitzetage angepasst. "Unser System ist darauf ausgelegt, auch ein erhöhtes Einsatzaufkommen im Regelbetrieb zu bewältigen."
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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