
- Schlammlawine verwüstet Bergstadt Wrightwood
- Todesopfer durch Sturm und Überschwemmungen
- Notstand in mehreren Bezirken Südkaliforniens
Ein massives Unwetter hält Kalifornien über die Weihnachtstage in Atem. Vor allem der Süden des US-Bundesstaates kämpft mit extremen Regenfällen, Überschwemmungen und Schlammlawinen. Mehrere Regionen haben den Notstand ausgerufen. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben.
Schlammlawine trifft Bergstadt besonders hart
Besonders dramatisch ist die Lage laut "Bild" in Wrightwood. Die rund 5000 Einwohner zählende Gemeinde in den San Gabriel Mountains wurde von Schutt- und Geröllmassen überrascht. Der aufgeweichte Boden konnte die Wassermengen nicht aufnehmen, da das Gebiet erst im vergangenen Jahr von schweren Waldbränden betroffen war. Straßen wurden unterspült, Häuser beschädigt und ganze Grundstücke von Schlamm begraben.
Weihnachten im Ausnahmezustand
Einige Anwohner entschieden sich dennoch, in ihren Häusern zu bleiben. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP schilderte ein Einwohner, wie seine Familie die Nacht bei Kerzenlicht verbrachte, während draußen Regen und Schlamm unaufhörlich wüteten. Der Versuch, trotz der Gefahr ein Stück Normalität zu bewahren, wurde für viele zur Nervenprobe.
Starkregen bringt Südkalifornien an die Grenzen
Bereits seit Mittwoch ziehen schwere Regenfälle über große Teile Kaliforniens hinweg. In einzelnen Regionen fielen innerhalb kurzer Zeit mehr als 25 Zentimeter Niederschlag. Meteorologen warnen weiterhin vor Sturzfluten, Erdrutschen und Steinschlägen. Ursache des Extremwetters ist ein sogenannter atmosphärischer Fluss. Dabei transportieren starke Luftströmungen enorme Mengen feuchter Tropenluft in kühlere Regionen. Trifft diese auf Land, entlädt sich der Wasserdampf in Form von sintflutartigem Regen.
Todesfälle und Notstand ausgerufen
Nach Angaben der Los Angeles Times forderte das Unwetter mindestens drei Todesopfer. In San Diego wurde ein Mann von einem umstürzenden Baum tödlich getroffen. Für mehrere Bezirke, darunter Los Angeles und Küstenorte wie Malibu, gilt inzwischen der Notstand. Besonders gefährdet sind Regionen, die zuvor von Waldbränden betroffen waren, da dort Schlammlawinen jederzeit abgehen können. Meteorologen rufen die Bevölkerung dazu auf, Reisen während der Feiertage zu überdenken und Warnhinweise ernst zu nehmen. Die Lage bleibt angespannt.
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